Menschheit ohne Berufungsinstanz

Gunnar Heinsohn / 04.10.2019 /

(…) „Wie steht es um das Land zwischen Boston und San Francisco? 1945 besiegt es – mit nicht einmal 140 Millionen Einwohnern ­– die Großmächte Japan und Deutschland, während es die Supermächte Stalins und Churchills über Wasser hält. Noch 1968, als seine Studentenproteste elektrisieren, liefert es zwei Fünftel des Weltsozialprodukts. Bis 2018 sinkt es auf ein Fünftel. Bei der Kaufkraft sind es sogar nur noch 15 Prozent.

Amerikas Africans und Hispanics – 130 der 330 Millionen Bürger – leben in Haushalten, die bei Not nicht einmal 2.000 Dollar Ersparnisse zur Verfügung haben. Obwohl auch sie bei den Kinderzahlen heruntergehen, schenken sie der Nation inzwischen die Hälfte aller Neugeborenen und lange schon die meisten Schulversager. In einer großen Krise müssen 50 Prozent des Nachwuchses und 40 Prozent der Gesamtbevölkerung mit Hilfsprogrammen abgesichert werden. Solche Aussichten beflügeln Träume einer white supremacy nur selten. Inspirieren könnten sie hingegen Sezessionsphantasien à la Katalonien oder Norditalien, wo man ökonomisch noch starke Regionen durch Einhegung in die Zukunft retten will.“ (…)

https://www.achgut.com/artikel/menschheit_ohne_berufungsinstanz

Kommentar GB:

Ich nehme an, daß die hier genannten und weitere, ergänzende Fakten Präsident Donald Trump sehr gut bekannt sind. Jedenfalls erscheint mir seine Politik erst vor diesem Hintergrund als eine nachvollziehbare und verständliche Politik.