Sinn und Unsinn von Politik in Zeiten der globalen Erwärmung

Thilo Sarrazin / 21.10.2019 /

„Für die Zwecke dieses Artikels unterstelle ich:

  • dass es einen anhaltenden Trend zu höheren Durchschnittstemperaturen auf der Erde gibt;
  • dass dieser Trend das Menschheitswohl gefährdet;
  • und dass er verursacht wurde durch einen menschengemachten Anstieg der Emission von Treibhausgasen.

Ich unterstelle ferner, dass die vom IPCC geforderte Begrenzung auf 1,5 Prozent Temperaturanstieg im Vergleich zur vorindustriellen Zeit vernünftig ist. Ferner unterstelle ich, dass das IPCC richtig gerechnet hat, wenn es fordert, zu diesem Zweck die weltweiten jährlichen CO2-Emissionen von 35 Milliarden Tonnen bis 2030 zu halbieren und bis 2050 auf null abzusenken.“

https://www.achgut.com/artikel/politik_in_zeiten_der_globalen_erwaermung

Kommentar GB:

Was in Deutschland klimapolitisch getan oder unterlassen wird, wird praktisch und objektiv so gut wie irrelevant bleiben, weil der deutsche CO2-Anteil, an dem das alles zur Recht oder zu Unrecht festgemacht wird, einfach derart gering ist, daß es auf – 0,1 % 0der – 0,2 % zum Beispiel überhaupt nicht ankommt.

Die Klimapolitik der Bundesregierung ist daher aus der allein maßgeblichen globalen Sicht zur Wirkungslosigkeit verurteilt.

Wichtig ist die Schlußbemerkung des Autors:

(…) „Zum Schluss ein utopischer Gedanke: Die wirksamste Methode zur Beschränkung des menschlichen Energieverbrauchs und damit zur Reduktion von Treibhausgasen wäre ein Rückgang der Weltbevölkerung durch sinkende Geburtenzahlen: Seit 1950 blieb die Zahl der Deutschen auf der Welt konstant, aber die Weltbevölkerung hat sich seitdem verdreifacht. Läge sie noch auf dem Niveau des Jahres 1950, so wäre auch das Problem der Treibhausgase wesentlich kleiner. Die ökologischen Probleme auf der Welt wären ohne die Bevölkerungsexplosion der letzten Jahrzehnte leichter lösbar beziehungsweise gar nicht erst entstanden.“

Exemplarisch hierzu:

Bevölkerung: Ägypten hat die 100-Millionenmarke überschritten