Die politischen Laienspieler und die Intelligenz

28. November 2019 I Heiner Flassbeck

Über Laienspieler in der Politik zu klagen, ist einfach. Etwas dagegen zu unternehmen, wäre Aufgabe all derer, die dafür ausgebildet worden sind und für intelligente Beiträge bezahlt werden. Die sind sich aber entweder zu fein, zu sehr abgelenkt oder zu sehr ideologisch festgelegt, als dass sie die Politik kritisieren  würden.

http://www.flassbeck-economics.com/die-politischen-laienspieler-und-die-intelligenz/

Kommentar GB:

Zitat:

(…) „Würden zu Beginn der nächsten Woche 50 bis 100 Ökonomen aus ganz Europa und ganz unabhängig voneinander an die Öffentlichkeit gehen und der Bundeskanzlerin und ihrem gesamten Kabinett gravierendes Unwissen bei den wichtigsten ökonomischen Zusammenhängen vorwerfen, könnte die Politik das mit Sicherheit nicht ignorieren.

Doch das genau geschieht nicht und die Gründe dafür liegen auf der Hand. Viele Ökonomen, die Lehrstühle an den Universitäten besetzen, kümmern sich schlicht nicht um die realen Probleme von Wirtschaft und Politik. Sie basteln an ihren Gleichgewichtsmodellen herum oder „überprüfen“ solche irrelevanten Modelle mit hochtrabenden ökonometrischen Methoden und verzichten vollständig darauf, die Politik zu beobachten und zu kritisieren. Andere müssen sich um die berühmten „Drittmittel“ kümmern, die überwiegend aus dem Dunstkreis der Politik kommen. Dort kritisiert man die Politik nicht so gerne offen und laut, weil man ja unmittelbar abhängig von politischen Entscheidungen ist.“ (…)

Dringende Leseempfehlung! –

Ergänzende Quellen:

https://lostineu.eu/eu-links-50-19-spd-nato-nordlb/?utm_source=getresponse&utm_medium=email&utm_campaign=Lost+in+EUrope+Update&utm_content=Lost+in+EUrope+Update