Frauenquoten: der Siegeszug eines Denkfehlers

Die SPD will eine Frauenquote für die Vorstände grosser Unternehmen in Deutschland einführen. Dieses Instrument der Frauenförderung hebelt die Freiheit und Gleichheit der Individuen aus.

Anna Schneider 05.12.2019

https://www.nzz.ch/meinung/frauenquoten-der-siegeszug-eines-denkfehlers-ld.1526537

Kommentar GB:

Ein wichtiger und zum großen Teil inhaltlich richtiger Artikel, der dennoch kritische Anmerkungen erfordert:

Zitat 1:

„Die Tatsache, dass es wenige Frauen in Spitzenpositionen gibt, ist durchaus zu kritisieren. Dennoch gibt es gute Gründe dafür, Quoten abzulehnen.“

Der letzte Satz trift zwar zu, aber falls es wenige Frauen in Spitzenpositionen geben sollte, wäre dies dann und nur dann ein Thema, wenn Frauen hierbei sozial ausgebremst bzw. diskriminiert werden würden. Das ist das, was zwar feministisch-ideologisch unterstellt wird, was aber nicht nachgewiesen werden kann.

Zitat 2:

„In der Realität bestehen diskriminierende Machtstrukturen, insbesondere in Form von Netzwerken, von denen in erster Linie Männer profitieren.“

Auch dies ist eine feministisch-ideologische Standardbehauptung, für die es keinen Nachweis gibt. Sicherlich kann man annehmen, daß Manager sich aufgrund ihrer berufsweltlichen Erfahrungen kennen oder kennen lernen, aber das ist überall in der Gesellschaft so. Auch Ärzte oder Juristen zum Beispiel kennen sich in vergleichbarer Art und Weise.

Die verkappte Verschwörungstheorie von einem angeblichen „old boys network“ ist aber längst in ein sehr reales und wirksames feministisches Netzwerk umgesetzt worden, das den infrastrukturellen Kern dessen bildet, was ich als Feminat bezeichne. Ohne dieses würde m. E. die jetzige Regierung schon seit längerem gar nicht mehr existieren.

Ich verweise auf die

Erklärung

 

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