Kritik des politischen Infantilismus

Infantilismus –

der Nanny-Staat und seine Kinder

Veröffentlicht am 13. November 2016

„Wer die Reaktionen unseres Politik- und Medienestablishments auf die Wahl von Donald Trump beobachtet hat, musste zu dem Eindruck gelangen, dass es sich überwiegend um kindliche Trotzreaktionen handelte. Man hat nicht bekommen, was man wollte und konnte es nicht fassen. Den Vogel schoss Außenminister Steinmeier ab, der nur vor die Presse trat um zu verkünden, dass er dem neu gewählten Präsidenten nicht gratulieren würde. Damit hat sich Steinmeier, der bislang keinerlei Probleme hatte, einigen der schlimmsten Diktatoren die Hand zu schütteln, als Außenminister ins Aus katapultiert. Der Mann soll nach Willen der SPD Bundespräsident werden! Die Traditionspartei sollte sich schleunigst nach einem geeigneteren Kandidaten umsehen. Allerdings scheint es kaum noch möglich, Personen zu finden, die über Steinmeiers Niveau herausragen.“ (…)

Infantilismus – der Nanny-Staat und seine Kinder

Kommentar GB:

Der Hinweis auf die Personallage der SPD war und ist heute mehr denn je berechtigt. Wenn immer mehr Politiker (beiderlei oder auch „dritten“ Geschlechts), die früher in den hinteren und hintersten  Reihen nicht allzu unangenehm auffielen, nun ganz vorne stehen und sich für wichtig halten, dann besteht kaum Hoffnung auf Erneuerung, weil es dafür keine Träger gibt. Das war´s dann wohl. –

Nach wie vor: sehr, sehr lesenswert!

Das folgende längere und besonders wichtige Zitat sei hier ergänzend hervorgehoben:

(…) „Michael Ley analysiert den politischen Infantilismus der 68er genauer.

Schon Alexander Mitscherlich stellte vor über 50 Jahren „die These auf, dass in der okzidentalen Moderne eine Kulturpathologie entstand, die traditionelle Gesellschaften nicht kannten: der emotional und psychisch obdachlose Mensch.“

Der moderne Massenmensch bezieht seine Identität nicht mehr aus einer ethisch-religiösen Sozialisation, sondern richtet sich nach den Normen der Konsumgesellschaft.

Nach Mitscherlich ist dieser Mensch ein „klassenloses Massenindividuum“, ein konformistisches Wesen eines neuen, demokratischen Kollektivismus.

Er hat keine innere Orientierung mehr, sondern passt sich seiner unmittelbaren Umwelt und dem Zeitgeist an.

Diese emotionale Verarmung erzeugt ein Gefühl der Ohmacht, das mit einem Wunsch nach Allmacht kompensiert wird.

Das kann man verstärkt bei unseren Politikern beobachten, die, sei es Masseneinwanderung oder Energiewende, ein Vorbild für die ganze Welt sein wollen.

Die ganze Welt erlösen zu wollen, gehört zu den Spätausläufern der 68er Allmachtsfantasie.

„Aus der politischen Katastrophe ihrer Eltern hatten sie nichts gelernt und verfielen nochmals dem gleichen Irrsinn ihrer Väter und Mütter unter scheinbar geänderten Prämissen“ (Ley).

Der absurde Kampf der 68er gegen einen längst besiegten Feind, den Nationalsozialismus, ist heute Staatsdoktrin und wird inzwischen mit 100 Millionen Euro jährlich finanziert. Wobei die tapferen Kämpfer „gegen Rechts“ sich bedenkenlos der totalitären Methoden ihrer Eltern und Großeltern bedienen.

„Niemals wurde analysiert, weshalb alle utopischen Ansätze zur Realisierung eines Sozialismus in den grauen Alltag totalitärer Herrschaft abglitten“ (Ley).“ (…)

(Hervorhebungen: GB)

 

 

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