Nord Stream 2

Nord Stream 2: Die “geopolitische Kommission” duckt sich weg

Seit dem 1. Dezember haben wir eine “geopolitische” EU-Kommission. Doch zu den geopolitisch motivierten US-Sanktionen gegen die deutsch-russische Gaspipeline Nord Stream 2 fällt ihr nicht viel ein – die EU duckt sich weg.

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Klar ist, daß NordStream 2 im deutschen, russischen und europäischen Interesse liegt, weil der Spaltung Europas damit entgegengewirkt wird. Und weil diese im Interesse eines dominanten US-Einflusses in Europa um fast jeden Preis aufrechtererhalten werden soll, deshalb der strategische Widerstand der USA gegen alles, was die US-Isolierungspolitik gegenüber Rußland aufweichen könnte. Und sicherlich, auch die US-Exportinteressen  von Fracking-Gas spielen, allerdings mehr im Vordergrund, ihre Rolle.
Der EU-Präsidentin dürfte inzwischen bewußt geworden sein, welchen Einfluß die USA in Brüssel ausüben, und dementsprechend verhält sie sich. Sie scheut den offenen Konflikt. Aber sowohl kurzfristig-ökonomisch wie auch langfristig und politisch-strategisch wird Europa dieser Konflikt erhalten bleiben. Eine neue eurasische Konstellation deutet sich mit der Initiative der Neuen Seidenstraße zwar bereits an, aber auch diese wird sofort energisch bekämpft; das ist die strategische Funktion der organisierten Proteste und Unruhen bezüglich der Uiguren bzw. der chinesischen Anti-Islampolitik ebenso wie in Hongkong, das inzwischen kampagnepolitisch angehängt worden ist. Siehe hierzu vertiefend: