Der Kulturkämpfer Donald Trump

Gastautor / 28.01.2020 /

Von Constantin Eckner.

„Eigentlich müsste Donald Trumps politisches Schicksal besiegelt sein. (…)

Auf der Suche nach rein realpolitischen Argumenten gegen Trump – abseits vom (aussichtslosen) Amtsenthebungsverfahren – wird die Luft für das Spitzenpersonal der Demokraten dünn. Denn die Wirtschaft erlebt eine Hochphase, die Arbeitslosigkeit sinkt, und die Börsenkurse, die für die Altersabsicherung vieler Amerikaner von großer Bedeutung sind, klettern nach oben. (…) All das spricht dafür, dass die Republikaner den Kulturkampf für sich entscheiden, während Teile der demokratischen Partei immer stärker in identitätspolitische Denkmuster verfallen. (…) In Zeiten von Digitalisierung und Globalisierung sehnt sich ein Teil der Amerikaner eben nicht nach einem noch stärkeren Erodieren von Institutionen, die ihnen Halt und Orientierung geben können. Sie wollen keinen Präsidenten, der sich in verkopfter Gesellschaftspolitik verliert und dessen Programm zu einem großen Teil auf Identitäts- und Minderheitenpolitik basiert. (…) „Die amerikanische Linke schürte spätestens während der zweiten Amtszeit von Barack Obama einen neuen Kulturkampf. Zum damaligen Zeitpunkt hatten die Republikaner niemanden, der in diesem Kampf hätte bestehen können. Dann betrat Trump die Bühne und entpuppte sich trotz seiner intellektuellen Unzulänglichkeiten als geborener Kulturkämpfer. (…) Trumps Zustimmungswerte stiegen laut Gallup seit dem Amtsenthebungsverfahren um sechs Prozent auf nunmehr 45 Prozent, was einen vielversprechenden Wert für eine Wiederwahl darstellt.“ (…)

https://www.achgut.com/artikel/der_kulturkaempfer_donald_trump

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