„Hey Boss, ich brauch mehr Geld”

René Zeyer, Gastautor / 25.01.2020 /

„Gunter Gabriel wird Aufsichtsrat bei der Deutschen Bank. Mit seinem Lied „Hey Boss, ich brauch mehr Geld“ hat er sich in die Herzen der Bankführung gesungen.

Pardon, ich sehe gerade, Gunter Gabriel ist tot. Peinlich. Mindestens so peinlich ist, dass Sigmar Gabriel tatsächlich in den Aufsichtsrat der Deutschen Krisenbank berufen wurde. Was hat da ein Genosse, ein früherer SPD-Chef zu suchen?“ (…)

https://www.achgut.com/artikel/hey_boss_ich_brauch_mehr_geld

Kommentar GB:

Erinnerungs- und denkwürdig finde ich die Äußerung von Sigmar Gabriel über die Dresdner Demonstranten, die er m. W. als „Pack“ bezeichnete. Dies zeigt vor allem, aus welcher Perspektive Gabriel (und vergleichbares Personal) die Wähler wahrnehmen, nämlich vertikal, von oben nach unten („Es hat Zusammenrottungen gegeben!“ AM), und wie sie sie bewerten, nämlich negativ, damit aber zugleich, wie sehr sie sich selbst positiv überschätzen. Diese Beobachtung ist nun aber nicht etwa zufällig oder ein Einzelfall, sondern einer der symptomatischen Ausdrücke des erreichten Entwicklungsstandes der Postdemokratie – also des Demokratieabbaus. Demokratiepolitisch geht es daher in der EU darum, diesen Demokratieabbau zu stoppen und umzukehren. Der Brexit ist nicht zuletzt hierfür ein gegen massive Widerstände letztlich gelungenes Beispiel, denn er war wesentlich gegen die Erosion der demokratisch-parlamentarischen Selbstbestimmung gerichtet. Die „Vereinigten Staaten von Europa“ (oder noch weiterreichend die „Europäische Republik“) sind jedoch als eine demokratische Institution nicht zu haben. Sollte sie kommen, wäre sie so „demokratisch“ wie die „Volksdemokratien“ im ehemaligen Herrschaftsbereich des Stalinismus (bis 1989). Deren verdeckte historische Fernwirkung ist in mancher Hinsicht verblüffend, und das gilt noch mehr für die ehemaligen Sowjetunion mit ihrer poststalinistisch-bürokratischen „Nomenklatura“, deren Wiedergänger nunmehr im Westen die Champagner-Flaschen öffnen, während sie den Mitgliedstaaten der EU ebenso dreist wie unverdrossen vorschreiben, wie sie zu leben haben. –

Siehe hierzu das folgende Interview:

https://www.freiewelt.net/interview/mit-geld-zur-weltherrschaft-interview-mit-prof-thorsten-polleit-ueber-sein-neues-buch-10080170/

 

 

 

 

 

 

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