“Meinungskampf” statt belastbare wissenschaftliche Erkenntnis

Richterspruch ordnet Reverse-Projekt als unverbindliche Wie-kommt-es-mir-gerade-vor-Übung ein

Dr. habil. Heike Diefenbach

„Schlechte Nachrichten für alle Jünger von Foucault und alle Gläubigen an die Unterwanderung von Institutionen als Strategie zur Erringung von „Macht“: Was als Produkt angeblich wissenschaftlicher Betätigung, als Erkenntnis über die reale Beschaffenheit der Welt, dargestellt wird, ist bloß die subjektive Meinung dessen, der mit seinem Namen verantwortlich für das Produkt zeichnet. Es ist keinerlei Definitionen bzw. geklärten Wortbedeutungen, beobachtbaren Tatsachen oder sonst irgendwelchen Kriterien verpflichtet, die dazu geeignet wären, Elemente der idiosynkratischen Vorstellungswelt des Produzenten auf ihre Stimmigkeit mit der Realität hin zu prüfen  – und ggf. zu korrigieren.

Das klingt angesichts der Tatsache, dass man sich an öffentlichen Institutionen so gerne und häufig Experten bzw. Expertisen und Gutachtern bzw. Gutachten bedient, um Entscheidungen zu legitimieren, seltsam? Ja, das tut es. Aber ich habe es schriftlich bekommen, denn so hat Richter Pfotenhauer vom Marburger Landgericht befunden.

Die Vorgeschichte findet sich hier, hier und hier.“ (…)

“Meinungskampf” statt belastbare wissenschaftliche Erkenntnis: Richterspruch ordnet Reverse-Projekt als unverbindliche Wie-kommt-es-mir-gerade-vor-Übung ein

und Michael Klein schreibt dazu folgendes:

Anleitung zum Meinungskampf: Die Lex „Pfotenhauer“ – von furchtbaren zu furchtsamen Juristen?

Kommentar GB:

Marion Naeser-Lather hatte u. a. ja auch mich im Visier, und ich bin damals zu der naheliegenden Einschätzung gekommen, daß es sich dabei um Interessenpolitik von Misteln an Hochschulen handelte.

Journalistische Recherchen solcher Art – manchmal wird dafür sogar der geschwollene Ausdruck der „Diskursanalyse“ verwendet, um Wissenschaftlichkeit vorzutäuschen – werden im wesentlichen von Denunziationsinteressen angetrieben, und zwar um eigener Privilegien willen. Insofern war und ist das subjektive Gerede, mit dem das alles dann zusammenfassend zum Ausdruck gebracht worden ist, eben weiter nichts als mehr oder minder frei phantasiertes subjektives Gerede, das tatsächlich gar nichts bedeutet, aber die motivierenden monetären und sonstigen Eigeninteressen genau kennt.

Wer übrigens ähnlich motivierte journalistische Artikel und Bücher von feministischer Seite in den Blick nimmt, der wird finden, daß sich – s. u. – dieselben denunziatorischen Muster auch dort finden. Ich frage mich deshalb, ob Denunziation, üble Nachrede, Verleumdung und Beleidigung in Gender – Studiengängen als sprachpolitische Mittel für die Erringung der Diskursmacht systematisch gelehrt und gelernt werden. Irgendwo muß sie ja herkommen, die Bosheit. –

https://www.nzz.ch/meinung/man-lasse-sich-nicht-blenden-wenn-rechte-sich-als-konservativ-bezeichnen-ld.1527336

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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