Eine Anmerkung zum heutigen Tag

Dr. Gudrun Eussner

13. Februar 2020

Das Denkmal der Schande

Risse im Beton der deutschen Demokratie werden zum Normalfall!

Da Björn Höcke und mit ihm die AfD insgesamt jetzt wieder verschärft von deutschen Politikern und Medien zum Abschuß freigegeben sind, hier noch einmal auszugsweise meine Beiträge, vom 25. März 2004 und vom 22. Mai 2014, zur „dämlichen Bewältigungspolitik„.

Dieses Denkmal der Schande, der Schande der Deutschen, ist auch ein Denkmal der Schande im Sinne von schändlich. Wer eine solche Beleidigung aller Nazi-Opfer, nicht nur der Juden, zu verantworten hat, handelt schändlich, von der Ideengeberin Erika alias Lea Rohs über den Architikten Peter Eisenman bis zum Bundeskanzler Gerhard Schröder, der meinte, es müßte ein Ort geschaffen werden, „an den man gerne geht“.

Manchmal ist in den Medien das berüchtigte Berliner Stelenfeld, die zukünftige Wellenbewegung der Betonmassen des Mahnmals, als Computersimulation abgebildet, es gibt Diskussionen um Degussa-Zyklon B und Degussa-Zahngold sowie um die Höhe von 90 der geplanten 2751 Betonstelen. Manchmal meldet sich Henryk M. Broder zum Thema, das schon längst nicht mehr „Mahnmal“, sondern „Undankbare Juden“ heißt.

Undankbare Juden. Von Henryk M. Broder,  20. März 2003

Dann leuchtet kurz auf, daß die jüdischen Überlebenden und die Nachkommen der Opfer des Holocaust entweder das Mahnmal gar nicht wollen, es einen „Horror“ nennen, oder meinen, daß auch anderer Opfer gedacht werden sollte, sich aber dafür vom Bauherrn zurechtweisen lassen müssen.

Dieses Mahnmal ist wirklich billig. 4,60 Euro für jeden ermordeten Juden wird es kosten, und 0,0004585 Stele für jeden ermordeten Juden stehen bereit zum Gedenken.

Ich schaue über die wogenden Klötze. Wo hat da mein geliebter Paul O’Montis („Lost River Blues„) Platz? Ja, wäre er noch lebendig und ein Asylbewerber, dann hätte er Recht auf Individualität, auf Einzelfallprüfung, man könnte ihn hier behalten, nach Hause oder in ein Drittland abschieben, je nach Verordnung und Richtlinie, er könnte auch Einspruch erheben, sich wehren, aber er gehört nicht zu solchen Privilegierten, sondern körper- und schwerelos findet er seinen Platz da, irgendwo in den Wogen. Niemand fragt ihn. Seine Komponisten, Pianisten und Texter, hier mit Werken auch für andere Interpreten, Willy Rosen („Miese Zeiten„) Ralph Erwin („Ich küsse ihre Hand Madame„) sind mit ihm, ebenso sein Texter Fritz Löhner-Beda („In der Bar zumKrokodil„), der bereits in Auschwitz dichtet:

„Ich bin ein Häftling, sonst bin ich nix
Hab‘ keinen Namen, die Nummer X“

Fritz Löhner-Beda, geb. 24.6.1883 in Wildenschwert/Usti nad Orlici,
totgeschlagen oder vergast am 4.12.1942 in Auschwitz

Im Herzen Sägespäne? Fritz Löhner-Beda
In: Sag beim Abschied …, von Robert Dachs, Wien o.J., S. 199

Das setzt sich nun im Stelenfeld konsequent fort. Auch hier sind alle nix bzw. die vier Künstler zusammen 0,001834 Stele. Das Mahnmal hat mit den Opfern des Holocaust nix zu tun, sondern mit der Eitelkeit der Lea Rosh und dem Willen der deutschen Politiker, sich endlich des leidigen Falles der Verbrechen des Dritten Reiches zu entledigen, für immer.

Berlin. Am Stelenfeld hat noch nie etwas gestimmt. 22. Mai 2014

Das Holocaust-Mahnmal ist nicht erst jetzt, sondern vom ersten Tag seiner Idee an marode. Die Bauherren hätten spät aber nicht zu spät auf meinen ultimativen Vorschlag, vom 25. Juni 2001, eingehen sollen: „Mahnmal oder: ‚Hier ist der Ort!'“, dann gäbe es schon seit Jahren einen florierenden Tourismus. Zum Knutschen an, Picknicken auf und Urinieren gegen Stelen wäre keine Gelegenheit.

Es geht los mit dem Begriff Holocaust. Den Holocaust hat es nämlich wirklich nie gegeben, sondern er ist eine Erfindung zur Auslagerung der Verantwortung, in erster Linie der Deutschen, aber auch der übrigen Internationalen Staatengemeinschaft, vor allem der Europas. Waynes interessiert, der lese dazu im zwölf Jahre alten Artikel Ex-Husband und Holocaust: Es geht stattdessen um die Vernichtung der europäischen Juden.

Den vollständigen Artikel, vom 25. März 2004, bitte weiterlesen bei HaGalil:

Ich gratuliere zum 110. Geburtstag: Ein Denkmal für Paul O’Montis

Paul O’Montis in den Wogen des Stelenfeldes, HaGalil, 25. März 2004

Der Dresdner Zwinger wurde von Matthäus Daniel Pöppelmann (10. April 1662 – 11. Januar 1736) erbaut, einem Sohn meiner Heimatstadt Herford.

Diesen Artikel widme ich dem Gedenken an

die Bombenopfer Dresdens, vom 13./14. Februar 1945.

Quelle:

http://eussner.blogspot.com/2020/02/das-denkmal-der-schande.html