Home » Medienspiegel » FDP-Kandidat gewinnt Ministerpräsidentenwahl in Thüringen

FDP-Kandidat gewinnt Ministerpräsidentenwahl in Thüringen

Aktualisiert am 05. Februar 2020, 15:05 Uhr

Von Thüringen geht eine Schockwelle aus, die weit über das Bundesland hinweg zu spüren sein dürfte: Der geschäftsführende Ministerpräsident Bodo Ramelow ist völlig überraschend im dritten Wahlgang dem FDP-Kandidaten Thomas Kemmerich unterlegen. Der FDP-Politiker wurde mit Hilfe der Stimmen der AfD zum neuen Ministerpräsidenten von Thüringen gewählt.

https://www.gmx.net/magazine/politik/wahlen/landtagswahlen/thueringen/fdp-kandidat-thomas-kemmerich-gewinnt-ministerpraesidentenwahl-thueringen-bodo-ramelow-unterliegt-34404312

https://www.nzz.ch/international/fdp-politiker-kemmerich-ueberraschend-als-ministerpraesident-in-thueringen-gewaehlt-ld.1538643

https://www.nzz.ch/international/deutschland/der-andere-blick-merkels-erbe-faellt-in-stuecke-und-die-deutsche-parteienlandschaft-auch-ld.1519219

http://www.pi-news.net/2020/02/erdbeben-in-erfurt-fdp-kandidat-dank-afd-neuer-ministerpraesdident/

https://www.cicero.de/innenpolitik/thueringen-thomas-kemmerich-fdp-afd-cdu-bodo-ramelow-linke/plus?utm_source=cicero_Newsletter

Thüringen: So reagieren Politiker und Journalisten auf die Ministerpräsidenten-Wahl

https://www.achgut.com/artikel/ungeplanter_machtwechsel_wider_willen

Ein Licht auf die geistige Verfassung der Parteien wirft der folgende Artikel:

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/heftige-kritik-aus-berlin-an-der-wahl-in-thueringen-16618568.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Ebenfalls interessant ist in diesem Zusammenhang die folgende Meldung, speziell im Hinblick auf die machtpolitischen Prozesse innerhalb der Union:

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-zeit-fuer-politik-friedrich-merz-hoert-bei-blackrock-auf-16618917.html

Kommentar GB:

Ausgehend von meinen kartelltheoretischen Überlegungen im Feld der Politik stellt sich mir die heutige Lage wie folgt dar:

Das Parteienkartell besteht aus der Regierungs-GroKo und einer rot-grünen Scheinopposition, die über die Länder mitregiert. Mit allen, wirklich mit allen Mitteln marginalisiert wird die neue Außenseiterpartei, die das Kartell bedroht,  die AfD.

Ebenfalls marginalisiert wird die FDP, die seit den gescheiterten Koalitionsgesprächen noch eine Rechnung mit der Kanzlerin offen hat. Die FDP hat jetzt die Chance, das Parteienkartell zu sprengen oder jedenfalls, seine Auflösung zu befördern. Daher die Panik und die hysterische Empörung der hiervon potentiell betroffenen Parteien.

Aber auch inhaltlich hat die FDP ein starkes Argument, denn Christian Lindner dürfte die Lage und die Entwicklung unter diesem Parteienkartell-Regime negativ beurteilen, und wenn er das ändern wollte, dann müßte es zugunsten neuer Mehrheitsstrukturen beseitigt werden, was vermutlich auf eine Mitte-Rechts-Dominanz einschließlich der FDP hinauslaufen dürfte und müßte, weil sonst keine Korrekturen möglich wären.

Diese aber werden umso dringlicher, je sturer die Regierungsspitze ihren bekannten eingeschlagenen und immer wieder bestätigten Kurs beibehält.

Das dringend nötige gesellschaftliche Lernen kann nicht von einzelen Parteiakteuren kommen, weil die ihre kollektive Lernunfähigkeit im Wochentakt unter Beweis stellen, sondern das politische Paradigma muß ausgewechselt, und die allen sattsam bekannten Propaganda-Schlagworte müssen verschrottet werden.

Statement von Christian Lindner zum neuen FDP-Thüringer Ministerpräsidenten

 

 

 

 

 

Kommentare geschlossen