Relevanz oder Irrelevanz von „Geschlechterstereotypen“

Sehr geehrte Damen und Herren,

soeben ist der neue Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 87.2020, 13 erschienen:

MINT-Berufe: Workshops mit Rollenvorbildern können Geschlechterstereotype abbauen / Katharina Drescher, Simone Häckl, Julia Schmieder
Frauen sind in sogenannten MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) nach wie vor unterrepräsentiert. Dieser Bericht zeigt anhand einer Befragung von Schülerinnen und Schülern an Wiener Schulen unter anderem, dass die Berufswünsche, Interessen und selbsteingeschätzten Fähigkeiten im MINT-Bereich von Mädchen mit geschlechterstereotypen Vorstellungen zusammenhängen. In diesem Zusammenhang spielen auch die Eltern eine entscheidende Rolle. Bereits ein halbtägiger Berufsorientierungsworkshop, in dem den Schülerinnen und Schülern Rollenvorbilder präsentiert werden, kann geschlechterstereotype Denkweisen in Bezug auf Technik verändern, wie die Ergebnisse einer Analyse zeigen. Schon solche kurzen und kostengünstigen Interventionen können demnach ein effektiver Ansatz sein, um mehr Mädchen für MINT zu begeistern.
In: DIW Wochenbericht 87 (2020), 13, S. 251-260
https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.743790.de/20-13-1.pdf

Das Elternhaus spielt bei Geschlechterstereotypen im MINT-Bereich eine wichtige Rolle : Interview / Julia Schmieder, Erich Wittenberg
In: DIW Wochenbericht 87 (2020), 13, S. 261
https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.743792.de/20-13-2.pdf

Die Angst der Beschäftigten in Zeiten von Corona : Kommentar / Thore Schlaak
In: DIW Wochenbericht 87 (2020), 13, S. 264
https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.743794.de/20-13-3.pdf

Der Link zum Heft: https://www.diw.de/de/diw_01.c.743814.de/publikationen/wochenberichte/2020_13/heft.html

Mit freundlichen Grüßen

Anja Kehmeier


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Kommentar GB:

Der grundlegende Denkfehler solcher feministischer Texte besteht darin, daß eine bestimmte ideologische Fixierung unbefragt vorausgesetzt wird.

Das macht sich an den verwendeten Begriffen fest. „Unterrepräsentanz“ beinhaltet zum Beispiel  eine völlig unbegründete und unbegründbare, außerdem absurde Wertung dahingehend, daß es eine gleiche Repräsentanz zu geben habe. Das ist daher weiter nichts als blanker ideologisch-normativer Unsinn, der nur deshalb nicht als solcher auffällt, weil er ständig wiederholt wird. Oder: „Rollenvorbilder“ bzw. „Geschlechterstereotype“ – sie werden bereits begrifflich als angebliche „soziale [also änderbare] Konstrukte“ vorausgesetzt, ohne zu fragen, ob es sich denn damit überhaupt so verhält. Die Frage entfällt, weil die Antwort bereits gedankenlos-ideologisch vorausgesetzt worden ist.

Die Realität der weiblichen Lebensplanung ist selbstredend nicht von solcherlei offensichtlichem Unsinn geleitet, der eigentlich nur den involvierten Feministinnen nicht auffällt, u. a. deswegen, weil sie von ihm – zu Lasten Dritter – gut leben. Noch.