Erdogan in Brüssel und die Angst vor der türkischen Diaspora

Thilo Schneider / 07.03.2020 /

„Stellen Sie sich vor, es gäbe im Nahen oder Mittleren Osten einen Staat, in dem Meinungsfreiheit herrscht, Frauen gleichberechtigt sind und sogar Religionsfreiheit gilt. Stellen Sie sich ferner vor, dieser Staat wäre nicht Israel. Würden Sie sagen, „der Westen“, also wahlweise Deutschland, die EU oder die NATO sollten diesen Staat unterstützen? Speziell gegen islamistische oder russische Intervention?“ (…)

„Es fehlen dem Westen sowohl der Wille als auch die einheitliche Stimme, mit der er Russen, Syrer und Türken an den Verhandlungstisch rufen könnte, um den Kurden endlich den eigenen Staat zu schaffen, den sie sich durch ihre Loyalität und ihre Blutopfer mehr als verdient haben. Hinzu kommt, dass die kurdische Verwaltung in Rojava angeboten hat, zuerst 300.000 kurdische und dann bis zu einer Million anderer Flüchtlinge aufzunehmen, was Erdogan ein Druckmittel nehmen würde, das er immer unverschämter gegen die EU einzusetzen versucht.“ (…)

https://www.achgut.com/artikel/erdogan_in_bruessel_und_die_angst_vor_der_tuerkischen_diaspora

Kommentar GB:

Ein kurdischer Staat im Norden Syriens und des Iraks wäre zugleich eine Perspektive zur Remigration für in Europa lebende Kurden. Läge das nicht im beiderseitigen Interesse?

 

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