Es geht ans Eingemachte – die Corona-Lage in Paris

Manfred Haferburg / 17.03.2020 /

„Die kollektive Panik ist womöglich schlimmer, als der Grund der Panik – das Corona-Virus selbst. Aber das ist vielleicht nur eine Hoffnung von mir.

Alles fing damit an, dass ich vor drei Wochen mit einem Freund in Paris essen gehen wollte. Wir fuhren nur ein paar Stationen mit dem 43er Bus zum Restaurant und unterhielten uns über die hypothetischen Auswirkungen des Corona-Virus. Da stieg eine Gruppe von Mitgliedern jener Volksgruppen ein, die Frankreich seit einigen Jahren bunter machen. Ausgerechnet um uns herum erzeugten sie ein lustiges Gedränge, wobei sie sehr freundlich waren, und sie stiegen auch an der nächsten Station gleich wieder aus.

Hinterher war mein Portemonnaie weg – Ausweis, Führerschein, Gesundheitskarte, Kreditkarte und das Bargeld waren futsch. Kreditkarten kann man zum Glück online sperren, aber für neue Dokumente braucht man eine polizeiliche Bestätigung der Anzeige. Beim zuständigen Polizeikommissariat stand eine Schlange von Leuten, die alle dieselbe Meldung machen wollten. Vier Stunden Wartezeit – ich bekam einen Termin für den nächsten Tag.

Von dem Ärger und den Kosten bei der Wiederbeschaffung der Dokumente will ich lieber nicht reden, das würde meine verehrten Leser depressiv machen. Nur so viel: In ein paar Monaten werde ich die fehlenden Papiere mit etwas Glück neu ausgestellt bekommen. Wenn es während der Krise überhaupt möglich ist. Die Pfoten sollen den diebischen Gaunern abfaulen.

Doch aus heutiger Corona-Sicht sind das alles Peanuts, der Schnee von gestern – genau wie die Reichweite von Elektroautos, die Größe der menschgemachten Erderwärmung, die Gemütslage von Greta oder Heidi Klums Hans, Franz und Tom. Jetzt hat ein Virus die Welt und Europa fest im Griff, und dagegen verblasst sogar der böseste „Böse von überm Teich“.

Allerdings hat man von der Europäischen Union außer etwas rhetorischem Uschi-Getöse in der Corona-Krise noch nicht allzu viel gehört. Oder hat das Europäische Parlament schon medizinische Hilfsmaßnahmen für Italien beschlossen, und es ist mir nur entgangen?“ (…)

https://www.achgut.com/artikel/es_geht_ans_eingemachte_die_corona_lage_in_paris

Kommentar GB:

Hier ein Leserkommentar :

Burkhard Mundt / 17.03.2020

Es gibt ein Budestagsdokument, BT-Drucksache 17/12051 vom 03.01.2013, welches eine “Risikoanalyse Pandemie durch Virus Modi SARS” enthält: “Die Vergangenheit hat bereits gezeigt, dass Erreger mit neuartigen Eigenschaften die ein schwerwiegendes Seuchenereignis auslösen, plötzlich auftreten können (zB SARS-Coronarvirus. Unter Verwendung vereinfachter Annahmen wurde für dieses Modi-SARS-Virus der hypothetische Verlauf einer Pandemie in Deutschland modelliert, welcher sowohl bundesweit als auch plausibel ist” vgl. Vera Lengsfeld. Konequenzen, Vorkehrungen, Notfallpläne? Fehlanzeige! Im Gegenteil wurde (und wird weiterhin) unser Gesundheitssystem durch die obergrenzenlose Aufnahme von Millionen von Migranten, die keinerlei Ansprüche auf Gesundheitsfürsorge haben und ganz überwiegend keine Beiträge leisten, überlastet. Merkel und ihre Corona leben politisch von der Hand in den Mund. Gemästet durch den Steuer- und Beitragszahler, der jetzt ums Überleben kämpft. Derweil desertieren die “Volksvertreter“des Bundestages ins home office. Selbstverständlich bei voller Diätenzahlung. ” Wählt UNS und UNS geht’s gut. “

und ein weiterer:

Frances Johnson / 17.03.2020

@ Claudia Meier: “In Italien, wird alten Corona erkrankten Menschen im Krankenhaus, zugunsten von Jüngeren, der Beatmungsautomat abgenommen.” So ist es. Es ist traurig. Vielleicht wird es nicht weniger traurig, aber weniger belastend, wenn Ich Ihnen sage, dass so eine Überdruckbeatmung ein begrenztes Potenzial bei Älteren mit Lungenfibrose/Lungenödem/Herzinsuffizienz hat und oftmals eher zu einer Lebensverlängerung als Heilung führt, bei Jüngeren aber tatsächlich die Überlebensrate erhöht. Und zum Trost: Es gibt Morphinn. Das wird hoffentlich bei Fällen, bei denen der unglükliche Ausgang absehbar ist, angewendet. Und hier sehe ich einen wesentlichen Schwachpunkt. Die Angehörigen dürfen nicht kommen, und die Ärzte sind möglicherweise zu belastet von Arbeit, um mit ihnen zu reden. Also überlässt man sie entweder der Qual oder gibt es ungefragt. Was dann hinterher? Deshalb kann ich Herrn @ Weidners Unterstellung nicht einfach ad acta legen, was ich gerne würde. Ergo kann Europa später vor den UN verklagt werden wegen unterlassener Hilfeleistung oder gar Beihilfe zum Ableben, gruppenbezogen, versteht sich. Das ist ein ganz heißes Eisen.  Und das wird jeder wissen, inzwischen auch Boris Johnson, der gestern aussah, als hätte er gerade Carpenter’s The Thing gesehen, aschfahl. Und so müssen die Fälle gestreckt werden. Man hat geschlafen. Merkel betet doch so gern. Dann hätte sie das an sich wissen müssen mit dem Mammon, der das Riesenhindernis werden kann. Hätte alles früher gemacht werden müssen: Anfang Februar, weltweit, für drei bis vier Wochen. (Hervorhebung GB)

Siehe Hervorhebung oben: das ist der Punkt !!