EU plant zentrales Medizin-Lager

Strategische Reserve für gesundheitliche Notsituationen.

Brüssel. „Die Corona-Pandemie zeigt Defizite in der Versorgung der EU mit medizinischer Ausrüstung auf. Um künftig besser gerüstet zu sein, schlägt die Europäische Kommission die Einrichtung einer strategischen Reserve für Schutzmasken, Laborzubehör, Beatmungsgeräten, Impfstoffen und Medikamenten vor. Die Initiative trägt den Namen rescEU und wurde am gestrigen Donnerstag von Janez Lenarčič, dem für Krisenmanagement zuständigen Kommissar, präsentiert.“ (…)

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Kommnetar GB:

Dieser risikopolitische Bedarf war seit 2013 auf parlamentarischer und auf Regierungsebene bekannt, und daher hätte die konkrete Planung und Umsetzung zu dieser Zeit erfolgen können und müssen. Aber es ist eben nichts geschehen, so daß man erst heute, mitten in der akuten Krise, in der alle mit dem Rücken zu Wand stehen, damit beginnt, eine strategische Reserve zu planen. Jetzt weiß allerdings jeder, daß diese Güter hier und heute gebraucht würden, daß sie aber nicht vorhanden ist, weil mögliche und sinnvolle rechtzeitige Maßnahmen versäumt worden sind. Und das sagt viel aus über die Interessen und die Prioritäten sowie die Qualität des politischen Prozesses auf allen Ebenen.