Größere Neigung der Erdachse führt zu Warmzeiten

Die sogenannte Obliquität ist für das Erdklima von essenzieller Bedeutung. In der letzten Million Jahre war sie verantwortlich für das Ende von Eiszeiten.

16. März 2020

„Die Rotationsachse der Erde wackelt. Diese sogenannte Präzession beeinflusst die saisonale Sonnenlichtmenge, die auf die Erdoberfläche trifft. Nun hat ein Forscherteam mit österreichischer Beteiligung herausgefunden, dass der Grad der Schiefstellung der Erdachse, wissenschaftlich Obliquität genannt, offenbar mit den Eiszeiten zusammenhängt: In der jüngsten Million Jahre war sie immer dann besonders groß, wenn Kaltperioden zu Ende gingen. Eine hohe Obliquität ist demnach ausschlaggebend für den Beginn von Warmzeiten. Derzeit vollführt die Erde etwa alle 100.000 Jahre einen Wechsel von Kalt- und Warmzeiten. Daran sind periodische auftretende Änderungen der Erdbahn-Eigenschaften beteiligt, nämlich besagte Neigung der Erdachse (Obliquität), wie stark die Erdumlaufbahn von einer Kreisbahn abweicht (Exzentrizität) sowie die Schwingung der Erdachse (Präzession). Alle drei Phänomene entstehen durch Anziehungskräfte (gravitative Einflüsse) anderer Planeten des Sonnensystems.“

https://www.derstandard.de/story/2000115686497/groessereneigung-der-erdachse-fuehrt-zu-warmzeiten

https://science.apa.at/site/natur_und_technik/detail?key=SCI_20200312_SCI45051703653684248

Kommentar GB:

Und ich total naiver Laie habe tatsächlich immer angenommen, die Flatulenz der Mammuts und ihrer menschlichen Jäger habe die jüngste interglaziale Warmperiode – beginnend vor 10 000 Jahren – verursacht.

So kann man sich irren.

 

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