Mala­ria­ge­fahr begründet kein Abschie­bungs­verbot

Ein in Europa geborenes Kleinkind kann keinen Abschiebungsschutz beanspruchen, weil es sich im Zielstaat mit Malaria infizieren könnte. Mit diesem Urteil trifft das OVG NRW eine wichtige Grundsatzentscheidung.

„Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen (OVG NRW) hat entschieden, dass Kleinkinder (im Alter von bis zu fünf Jahren), die in Europa geboren wurden, keinen nationalen Abschiebungsschutz beanspruchen können, weil sie bei Rückkehr der Familie in das Heimatland Nigeria an Malaria erkranken könnten und damit einer extremen allgemeinen Gefahrenlage ausgesetzte wären (Urt. v. 24.03.20 Az. 19 A 4470/19.A).

Diese Frage ist entscheidungserheblich für viele Verfahren vor den Verwaltungsgerichten, die bislang unterschiedlich entschieden hatten.“ (…)

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