Regierungswahrheiten in Zeiten von Corona

Kommentar GB:

Interessant ist hier die wohl zutreffende Diagnose des breiten (!) Vertrauenverlustes in die Regierung. Das ist nun allerdings wirklich kein Wunder, sondern es war aus rationaler Sicht zu erwarten. Dennoch scheint der irrationale Impuls zu dominieren. Denn das breite politische Verhalten scheint dem, soweit derzeit erkennbar, zu widersprechen. Die Lage ist paradox.

Allerdings befinden wir uns in einer kombinierten Krise: einem sehr starken exogener Schock (Corona-Pandemie) wird eine außerordentlich tiefe und lange Wirtschaftskrise führen, mit zweifellos sehr erheblichen Wohlstands- und Wohlfahrtsverlusten, während zugleich eine umfassende transformatorische Politik der Decarbonisierung eingeleitet worden ist. Ob diese Absichten, die noch vor der Corona-Krise in Europa formuliert worden sind, angesichts der massiven Abschwungstendenzen weiter verfolgt werden können, das ist überaus fraglich; vermutlich nicht. Und das heißt, daß die sogenannte Klimapolitik wahrscheinlich erledigt ist. Sie dürfte in absehbarer Zeit aufgegeben oder fundamental revidiert werden, was angesichts ihrer zweifelhaften Evidenz kein Schaden sein muß.

Diese bereits im Gang befindliche gesellschaftliche Krise dürfte Epoche machen: und die Weltfinanzkrise ab Ende 2007 dürfte – im zukünftigen Rückblick – zusammen mit der Migrationskrise – wie eine Ouvertüre dieses Epochewechsels wirken.

 

 

 

 

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