Solange Corona-Impfstoff fehlt: Hiermit ließ sich Merkel rasch impfen – nun ist das Mittel knapp

26.03.2020
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Corona-Pandemie breitet sich weiter aus – alle Entwicklungen (176)

Wissenschaftlern zufolge wird ein Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus frühestens zum Jahresende eingeführt werden. Solange dieser nicht zugänglich ist, genießen andere Impfungen eine hohe Nachfrage unter den Deutschen, wie etwa die gegen Pneumokokken: sie mildern wenigstens mögliche Komplikationen bei Corona.

https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20200326326698106-corona-impfstoff-alternative/?utm_source=de_newsletter_links&utm_medium=email

Kommentar GB:

Die deutsche Gesundheitspolitik läßt m. E. einen eklatanten Mangel an möglicher, notwendiger,  sinnvoller und vor allem auch rechtzeitiger Vorsorge erkennen.

Die politischen Prioritäten waren – keineswegs zufällig – offensichtlich andere, sie waren nämlich an gewissen sehr speziellen Partialinteressen orientiert; man braucht sich nur anzusehen, was statt dessen projektiert und umgesetzt wurde.

Diese schwerwiegenden Mängel zeigen sich in den unglaublichen Materialengpässe, und das  setzt sich bei Medikamenten und bei Impfstoff (gegen Pneumokokken) fort, siehe:

„Die Nachfrage nach der Impfung war offensichtlich so hoch,

dass das Paul-Ehrlich-Institut, das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, schon vor einigen Wochen einen Lieferengpass hatte melden müssen. Es handelte sich um die beiden gängigen US-Impfstoffe Pneumovax 23 und Prevenar 13. In dieser Hinsicht hat die Ständige Impfkommission, die ehrenamtliche Expertengruppe beim RKI, ihre Priorisierungsempfehlungen herausgegeben, nach denen der Impfstoff Prevenar 13 ausschließlich für die Grundimmunisierung im Säuglingsalter bis zu einem Alter von zwei Jahren verwendet werden sollte. Mit dem Standardimpfstoff für Erwachsene, Pneumovax 23, werden bundesweit daher nur noch ältere Menschen ab 70 Jahren und Patienten mit Immunschwäche oder mit chronischen Atemwegserkrankungen wie etwa Asthma geimpft.

Die Pharmaunternehmen Merck & Co und Pfizer, die diese Impfstoffe herstellen, verzeichneten in den letzten Wochen ein deutliches Umsatzwachstum. Pneumovax 23 soll nach Angaben des RKI voraussichtlich Anfang Mai wieder lieferbar sind. Es bleibt offen, warum Deutschland kein eigenes Äquivalent für die US-Impfung hat bzw. sich nicht im voraus um die entsprechenden Lieferungen gekümmert hat.“ (Hervorhebung GB)

 

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