Vom nützlichen Mythos der männlichen Macht

Gestern, am 8. März, war der Internationale Frauentag: Eine Gelegenheit, spezifische Schwierigkeiten, Nachteile oder auch Leistungen von Mädchen und Frauen zu diskutieren. Wer das tut, könnte problemlos einräumen, dass Männer und Jungen in anderen Bereichen ebenso spezifische Nachteile erleben oder Leistungen erbringen.

Stattdessen erwecken Beiträge zum Frauentag wieder und wieder den Eindruck, Nachteile von Frauen würden durch männliche Privilegien verursacht, eingebettet in ein System männlicher Herrschaft. 

Unter Akteuren, die sich selbst als „links“ verstehen, ist die Vorstellung eines „Patriarchats“ oder „männlicher Machtstrukturen“ tief verankert. Gerade aber eine linke Politik und ihr traditioneller Kern der sozialen Gerechtigkeit wird durch die Fantasie umfassender männlicher Machtstrukturen erheblich behindert und in Frage gestellt.

  1. Der hilflose Mann als heilsame Provokation
  2. Von der seltsamen Haltbarkeit eines haltlosen Mythos
  3. I don’t care: Die SPD pflegt den Mythos des lieblosen Vaters
  4. Vom nützlichen Mythos der männlichen Macht
  5. Vom Nutzen alter weißer Männer

https://man-tau.com/2020/03/09/vom-nuetzlichen-mythos-der-maennlichen-macht/

Kommentar GB:

Wenn die SPD wissen will, warum sie schneller schrumpft als Schnee in der Sonne schmilzt, dann sollte sie sich fragen, was sie tut und wessen Interessen sie damit verletzt; s.o. …

Und von wem sie daher ganz folgerichtig nicht (mehr) gewählt wird.