Medienspiegel

Acta diurna am 9. April 2020

Michael Klonovsky

(…) „Ein deutsches Spezifikum scheint allerdings das Gottvertrauen in eine Führung zu sein, die den Ausbruch des Virus erst verschlafen und kleingeredet hat, obwohl das Robert-Koch-Institut im Jahr 2012 ein detailliertes Katastrophenszenario vorgelegt hatte, über das die Bundesregierung das Parlament im Januar 2013 ausführlich unterrichtete. Darin wird eine Pandemie mit einem Modi-SARS-Virus aus Asien durchgespielt, das nach Deutschland kommt. („Die Symptome sind Fieber und trockener Husten, die Mehrzahl der Patienten hat Atemnot, in Röntgenaufnahmen sichtbare Veränderungen in der Lunge“, heißt es in dem Papier. „Kinder und Jugendliche haben in der Regel leichtere Krankheitsverläufe mit Letalität von rund 1 Prozent, während die Letalität bei über 65-Jährigen bei 50 Prozent liegt.“) Das Papier prognostizierte Abertausende Tote. Die Bundesregierung hat Steuermilliarden für alle möglichen Absurditäten ausgegeben, vom EU-Sponsoring bis zur „Willkommenskultur“, aber keine Vorsorge für die eigenen Leute getroffen, nicht für ausreichend Schutzkleidung, Desinfektionsmittel und Beatmungsgeräte gesorgt. Nach dem Ausbruch tat Merkels Truppe ungefähr dasselbe, was alle zuvor befallenenen Länder taten. Es liegt kein Grund vor, diese Regierung für ihr „Krisenmanagement“ zu loben.“ (…)

https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/1336-9-april-2020