Deprivation als Massenphänomen

„Der Begriff der Deprivation hat quasi über Nacht einen neuen Stellenwert erhalten. Etymologisch, also bedeutungshistorisch, meint er nichts anderes als die Beraubung eines Menschen von Dingen, die ihm lieb sind. Dass sich daraus eine regelrechte Wissenschaft entwickelt hat, die so genannte Deprivationsforschung, hat etwas mit der allgemeinen Verwissenschaftlichung der Welt, mit dem Ansinnen von Herrschaft und mit der Überalterung der Gesellschaft zu tun. Das klingt verwegen, ist jedoch folgerichtig.“ (…)

Deprivation als Massenphänomen