Medienspiegel

Was es heißt, Jude in der AfD zu sein

Marcus Ermler / 09.04.2020 /

„Der 7. Oktober 2018 kann in der Rückschau durchaus als ein historischer Tag betrachtet werden. Gründete doch an diesem Tag eine Gruppe jüdischer Mitglieder der AfD die Vereinigung der „Juden in der AfD“ (kurz: JAfD). Historisch ist daran nun weniger, dass sie es taten. Schließlich gibt es auch einen „‚Arbeitskreis jüdischer Sozialdemokraten‘ in der SPD, einen ‚Bund jüdischer Soldaten‘ in der Bundeswehr, sogar einen ‚Bundesverband jüdischer Ärzte‘, obwohl es keine spezifisch jüdische Medizin gibt“, wie Henryk M. Broder es so schön sagte.

Historisch wird der Tag dadurch, wie sich etablierte Parteien und die Leitmedien hierauf stürzten und sich bis heute in der Dämonisierung dieser Gründung und ihrer Mitglieder ergehen. Hierbei erscheint kein Vorwurf zu eklig oder abgeschmackt, um den „Juden in der AfD“ zu verdeutlichen, dass man sich als Jude doch nicht bei den vermeintlichen Judenhassern von der AfD politisch engagieren könne. Bahamas-Autor David Schneider konstatierte bei Achgut.com in seinem Artikel „Juden in der AfD: Kein Recht auf extreme Meinungen?“ im November 2018 daher auch, dass es „vielmehr ganz unmittelbar um die Frage [gehe], wie Juden sich in Deutschland politisch zu benehmen haben“:“ (…)

„Lesen Sie morgen: Ein Interview mit Artur Abramovych, dem stellvertretenden Vorsitzenden der „Juden in der AfD“.“

https://www.achgut.com/artikel/was_es_heisst_jude_in_der_afd_zu_sein

Kommentar GB:

Da ich die These vertrete, daß Islamophilie – abgesehen von schlichter Unkenntnis – larvierter Judenhaß ist, ist damit zwar nicht jeder Einzelne, wohl aber die postmoderne Pseudolinke insgesamt charakterisiert. Die zweite und zunehmende Erscheinungsform des Judenhasses ist die koranisch-muslimische, die im islamophil-pseudolinken Spektrum der Verleugnung, der Bagatellisierung oder Umdeutung anheim fällt, woran sich gelegentlich auch angesehene „Antisemitismusforscher“ beteiligen, deren Expertise zwar besteht, allerdings nur auf dem Feld des alteuropäischen „Antisemitismus“ (Judenhasses), wie er im 19. und 20. Jahrhundert existiert hat, mit einigen eher kleineren Überresten in der Gegenwart.