Medienspiegel

Wikipedia: Die im Dunkeln sieht man nicht

Walter Krämer / 20.04.2020 /

„Seit George Orwells Farm der Tiere wissen wir, dass in basisdemokratischen Systemen gern am Schluss die Schweine die Kontrolle übernehmen. So wie bei Wikipedia. Dieses von zehntausenden fleißiger Arbeitsbienen zusammengetragene Online-Lexikon gibt es seit 2001; jeder kann mitmachen, alle sind gleich.

Aber einige sind gleicher. Unter den fast 20.000 freiwilligen Helfern der deutschen Wikipedia – und nur um die geht es hier – haben rund 200 sogenannte “Administratoren“ die Zügel in der Hand; sie löschen, ändern, manipulieren, verfälschen Fakten wo es ihnen ins Weltbild passt und bestimmen in einer atemberaubenden Selbstherrlichkeit, was die Allgemeinheit wissen und glauben soll und was nicht.

Wie in jedem Politbüro ist man sich natürlich untereinander nicht immer einig; wie Trotzky und Stalin geht man zuweilen mit Messern (oder sollte ich besser sagen: Eispickeln) aufeinander los, die sogenannten „edit wars“. Aber alles im Rahmen der unantastbaren rot-grünen Einheitsideologie. Das ist die Basisbotschaft des soeben erschienenen, von Andreas Mäckler herausgegebenen Schwarzbuch Wikipedia (Zeitgeist-Verlag, 364 Seiten, Euro 19,90, ISBN 978-3-943007-27-5).“ (…)

https://www.achgut.com/artikel/wikipedia_die_im_dunkeln_sieht_man_nicht