Corona plus Klima – es lebe die Haltungswissenschaft!

Wolfgang Meins / 25.05.2020 /

„Gehört ein wissenschaftliches Thema zu den medial und politisch breit akzeptierten Narrativen, ist es also irgendwo zwischen Klimawandel, Migration, Diversität, Diskriminierung und Gerechtigkeit angesiedelt, bleibt den dazu gehörigen Protagonisten einiges an Ungemach erspart – eine korrekte Haltung allerdings vorausgesetzt. Mit einer etwas tiefer schürfenden oder gar fundamentalen Kritik muss sich ein solcher Wissenschaftler nur noch selten auseinandersetzen.“ (…)

„Für den wissenschaftlichen Hauptvortrag dürfte Prof. Dr. Dr. Sabine Gabrysch vorgesehen gewesen sein, die „erste Universitätsprofessorin für Klimawandel und Gesundheit in Deutschland“, wie das DÄ im letzten Jahr erfreut meldete. Dass sie berufen wurde, ohne auch nur eine einzige einschlägige Forschungsarbeit veröffentlicht zu haben, verschwieg man allerdings. Um in Coronazeiten endlich wieder einmal den Klimawandel thematisieren zu können, führte das DÄ mit ihr kürzlich ein Interview und titelte: „Ärzte könnten zu wichtigen Akteuren des Wandels werden“.

Offenbar hat sie sich bisher auch nur sehr selektiv in ihr künftiges Fachgebiet einlesen können, wenn sie den Lesern gleich zu Interviewbeginn den Klassiker auftischt: „Wären unsere Kliniken voll mit Coronapatienten und träfe dann eine heftige Hitzewelle die Alten und die Kranken, hätte das dramatische Folgen.“ Eher nicht, denn zum einen fällt bekanntlich die Saison für Grippe und ähnliche Erkrankungen gerade nicht in die warme Jahreszeit. Zum anderen führen stärkere Hitzewellen nicht vorrangig, wenn überhaupt, zu einer echten Übersterblichkeit, sondern zum Harvesting-Effekt, also einem um Tage oder maximal vier Wochen vorgezogenen Ableben von bereits todgeweihten Personen.

Aber um altmodische Wissenschaft, also um so etwas wie die Suche nach der Wahrheit, geht es bei der neu geschaffenen Professur für Klimawandel und Gesundheit auch nicht wirklich. Das Ganze dient vielmehr politischen Zielen und einer Erweiterung des PR-Spektrums vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), an dem Gabryschs Professur – neben der Charité – angesiedelt ist. Zielgruppe ihrer Arbeit, so Gabrysch in dem Interview, sei die Ärzteschaft, deren wichtige Aufgabe die „Aufklärung“ der Patienten sei: „Was gegen häufige Gesundheitsprobleme wie Übergewicht, Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen hilft, hilft gleichzeitig dem Klima: Etwa Kohlekraftwerke abschalten für saubere Luft, mehr Fahrrad statt Auto fahren, weniger Fleisch und dafür mehr Gemüse essen.“ “ (…)

https://www.achgut.com/artikel/corona_und_klima_es_lebe_die_haltungswissenschaft

Kommentar GB:

So funktioniert heutzutage Propaganda; hier in Verbindung  mit „Frauenförderung“. Das paßt.