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Europas Sicherheit ? Im Hinblick worauf ?

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Verteidigung in Corona-Zeiten – Europas Sicherheit hängt weniger am Geld als am gemeinsamen Wehrwillen

Wenn die Staatsfinanzen klamm werden, geraten immer schnell die Verteidigungsausgaben in den Blick. Das ist auch in der Covid-19-Krise so. Dabei wäre es Zeit, die Ressourcenverschwendung anzugehen, die in diesem Bereich herrscht. Europa muss in vielem umdenken.

Markus Kaim und Ronja Kempin

https://www.nzz.ch/meinung/nicht-geld-allein-europaeische-verteidigung-in-corona-zeiten-ld.1556524

Kommentar GB:

Der Hinweis auf die Ressourcenverschwendung ist sicherlich mehr als berechtigt.

Die USA – insbesondere das Pentagon – sind offensichtlich daran interessiert, die innereuropäichen Spannungen mit Rußland zu schüren, was sich an der Osterweiterung der NATO und der seinerzeitigen Destabilisierung der Ukraine ablesen läßt. Zugleich wenden sie sich einschließlich des Weißen Hauses  gegen China. Beide Staaten sind objektiv Rivalen der USA, die von ihnen ihren Weltmachtanspruch gefährdet sehen.

Wenn daher die Sicherheitsfrage Europas gestellt wird, dann ist vor diesem Hintergrund klar, gegen wen sich das Teil-Europa der EU im US-Interesse geostrategisch wenden soll. Aber es fragt sich, ob diese Sichtweise für EU-Europa überhaupt sinnvoll ist, denn EU-Europa hätte die Handlungsalternative, mit Rußland und mit China kontrollierte ökonomische Wechselbeziehungen einzugehen oder sie als bereits bestehende Wechselbeziehung zu verstärken (z. B. Nord-Stream 2). Das war seinerzeit die außenpolitische Linie von Bundeskanzler Schröder (SPD).

Woher käme denn dann überhaupt ein Sicherheitsrisiko für Europa? Nun, nicht von einem östlich gelegenen Staat, sondern aus den failed states und den Regionen des Südens. Man lese hierzu:

Michael Ley:

Reconquista – Menschenrecht oder Islam,

1. Aufl., Bad Schussenried 2020, 147 S., 16,80 €

ISBN 978-3-87336-667-1

sowie

Das Große Spiel – Geopolitische Strukturen und Entwicklungen