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Familienpolitisch ist Ungarn vorbildlich

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Ein Gastbeitrag von Josef Kraus

„Die EU-Kommission und zumal Deutschland haben ein Feindbild „Ungarn“ aufgebaut. Mit den Einfällen der Ungarn der Jahre 899 bis 955 nach Mitteleuropa (endend am 10. August 955 mit dem Sieg Ottos des Großen auf dem Lechfeld bei Augsburg) kann dieses Feindbild nichts zu tun haben. Denn in Zeiten eines um sich greifenden historischen Analphabetismus weiß man davon ja „null“.

Also muss es andere Gründe haben. Denn gerade die Deutschen hätten allen Grund, den Ungarn dankbar zu sein und sie zu bewundern: 1956 haben sie gegen die sowjetischen Besatzer aufbegehrt; der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen, er endete schlussendlich mit der Hinrichtung des ungarischen Nationalhelden Imre Nagy am 16. Juni 1958. Im Sommer 1989 haben die Ungarn mit der Öffnung des Eisernen Vorhangs nach Österreich den ersten Stein aus der Mauer zwischen den beiden Staaten auf deutschem Boden gebrochen, und 2015 haben sie mit der Schließung der Grenzen Deutschland und dessen Kanzlerin vor einer noch größeren Flüchtlingskrise bewahrt.

Was also sind die Gründe für das Feindbild? Ein maßgeblicher Grund dürfte sein, dass Ungarn das traditionelle Bild von Gesellschaft, Gemeinschaft und vor allem von Familie hegt und pflegt. Das passt nicht in die EU-weit und vor allem in Deutschland martialisch propagierte grün-rot-gegenderte Ideologie gegen alles, was mit „Volk“ und „Nation“ zu tun hat, es passt vor allem nicht den Verfechtern einer „Ehe für alle“ und eines „Rechts auf Abtreibung“.

Ab 2010 hat Ungarn gleichwohl unbeirrt verfassungsrechtlich die Weichen Richtung Familie gestellt. So heißt es in der ungarischen Verfassung unter anderem: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Jeder Mensch hat das Recht auf Leben und auf Menschenwürde, dem Leben der Embryo gebührt von der Empfängnis an Schutz” (Artikel II). Ungarn schützt (…) die Familie als Grundlage des Fortbestands der Nation” (Artikel L). „Der Schutz der Familien und die Stärkung des Wohlergehens der Familien ist gleichermaßen die Aufgabe vom Staat, der Selbstverwaltungen, der Zivilgesellschaft, der Medienakteure und der Wirtschaftsakteure” (Kardinalgesetz zum Schutz der Familie CCXI. 2011).“ (…)

https://www.reitschuster.de/post/familienpolitisch-ist-ungarn-vorbildlich

Anmerkung J.K.:

„Übrigens: Orban hat mittlerweile die Sondervollmachten, die er im Zuge von Corona vom Parlament bekam, an das Parlament zurückgegeben. Die Deutsche Presse hat davon nicht berichtet, um das Feindbild „Autokrat Orban“ weiter „pflegen“ zu können.“