Acta diurna am 19. Juli 2020

Michael Klonovsky

(…)

„Der Antifaschismus war die Staatsdoktrin und der Staatsmythos der DDR. Auf nichts beriefen sich die Genossen öfter und inniger. Nur die Amalgamisierung mit dem Antifaschismus hat den Kommunismus in Mitteldeutschland legitimieren können. (Dass sie immer vom „Faschismus“ redeten, wenn sie eigentlich den Nationalsozialismus meinten, hatte mit einer Art sozialistischem Inzesttabu zu tun.)

Ohne die Nazis hätten die Genossen völlig nackt dagestanden, denn sie hatten ja, außer ein paar rasch platzenden Illusionen, den Menschen weder politisch noch wirtschaftlich noch kulturell etwas anzubieten. Zeit ihrer Existenz stand die DDR unter diesen ambivalenten Sternen. Derzeit erleben wir, wie die BRD sich anschickt, diese Konstellation wiederzuentdecken.“ (…)

https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna

Kommentar GB:

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