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Ahmad Mansour: Deutschland ist blind gegenüber islambezogenen Herausforderungen

28. Juni 2020

„Der Psychologe Ahmad Mansour ist im Bereich Islamismusbekämpfung tätig. In einem Gespräch mit dem Deutschlandfunk kritisiert er den mangelhaften Umgang der öffentlichen Diskussion in Deutschland mit den Bedrohungen, denen das Land gegenüberstehe. Dies sei vor allem beim Umgang mit islambezogenen Herausforderungen zu beobachten.

Es gebe in der Auseinandersetzung mit Bedrohungen in Deutschland die Tendenz, sich auf unkontroverse Themen zu konzentrieren, während wesentliche Herausforderungen weitgehend ausgeblendet würden:

„Wenn wir einen Terrorismus von Rechtsradikalen haben, dann diskutieren wir über Rechtsradikale, als ob das die einzige Gefahr wäre, die wir in dieser Gesellschaft haben. Und keiner ist bereit, über Islamismus oder Linksextremismus zu sprechen.“
Man konzentriere sich auf Themen, die „sehr bequem sind, die wir moralisierend darstellen und aufnehmen können“ und unterlasse es gleichzeitig, im Umgang mit islambezogenen Herausforderungen die notwendigen grundsätzlichen Fragen zu stellen:

„Was sind die Werte, die wir als Gesellschaft haben sollten, die uns einigen, die uns zusammenbringen, die wir unseren Kindern beibringen? Wenn wir das nicht tun und immer wieder nur reagieren auf Ereignisse, werden wir in zehn Jahren aufwachen und sagen: Wo sind wir hier? Warum entwickeln sich manche Sachen, wie sie sich entwickeln gerade?“ “ (…)

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