FreitagsbriefMedienspiegel

Das Geschäft mit Migranten

Korruptionsvorwürfe gegen das UNHCR

Von Julia Amberger

Für Tausende Dollar bringen Mittelsmänner in Uganda Afrikaner mit gefälschten Papieren nach Europa, Australien oder in die USA. In das kriminelle Geschäft sollen ausgerechnet Mitarbeiter des Flüchtlingshilfswerks UNHCR verstrickt sein.

(…) „Resettlement ist für viele Flüchtlinge die begehrteste Chance auf ein neues Leben. Es bedeutet, dass ein Flüchtling nicht in einem Schlauchboot über das Mittelmeer muss, sondern mit dem Flugzeug in die USA, nach Australien oder Europa geflogen wird. Ohne zusätzlichen Asylantrag. Ohne Risiko. Ganz offiziell. Reserviert ist das Verfahren für die Bedrohtesten und Schutzlosesten. Die, die auch im Nachbarland verfolgt werden oder deren Krankheit dort nicht heilbar ist. Eigentlich eine wunderbare, humanitäre Errungenschaft.

Stattdessen werde jedoch umgesiedelt, wer zahlt, sagt Pecos: „Hier in Ostafrika zahlen die Menschen 3000 bis 7000 Dollar an korrupte Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und landen in Europa. In Westafrika zahlen sie Schleppern 5000 bis 10.000 Dollar, und sie müssen noch das Mittelmeer überqueren. Die Kosten sind fast dieselben, nur dass die Mittelmeer-Flüchtlinge viel Aufsehen erregen. Und hier in Ostafrika läuft alles reibungslos und ruhig.“ „(…)

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