Medienspiegel

Das Recht auf Rückkehr – Dürfen Menschen zur Waffe gemacht werden?

„War of Return“. Krieg der Rückkehr. Die israelische Politologin Einat Wilf hat zusammen mit dem Journalisten Adi Schwartz ein bislang nur auf Englisch erschienenes Buch veröffentlicht, das für Israelis wie für Europäer ein bedeutsamer Augenöffner sein könnte. In vielen Artikeln und Webinaren wird es zurzeit diskutiert. Aber es ist keine leichte Kost, denn seine Konsequenz bedeutet die Abkehr von vielen Träumen.
„Wilf schildert in ihrem Buch ihren Weg von der „typischen linken Israeli“ zur Politwissenschaftlerin. Natürlich war sie als engagierte linke Studentin gegen die Siedlungen und überzeugt, dass Frieden einkehren würde, sowie Israel sich aus den besetzten Gebieten zurückziehen würde und die Palästinenser im Westjordanland und in Gaza den ihnen zustehenden Staat gründen könnten. Alle Probleme schienen so leicht zu lösen. Für Wilf kam das erste Aufwachen im Sommer 2000 als der israelische Premierminister Ehud Barak dem PLO-Chef Jassir Arafat fast das ganze Westjordanland und noch dazu Ostjerusalem zur Einrichtung einer „Hauptstadt“ angeboten hatte. Sie konnte es nicht begreifen, was da passierte. Warum lehnte Arafat das alles ab? Das ganze wiederholte sich 2008, als Premierminister Ehud Olmert dem Nachfolger Arafats, Mahmoud Abbas, ein noch weitreichenderes Angebot machte. Plötzlich verstand Wilf, dass ihr langer Kampf gegen die Siedlungen und ihre Kritik an der rechten Regierungspolitik nicht mehr mit der Realität zusammenpasste.“ (…)

Das Recht auf Rückkehr – Dürfen Menschen zur Waffe gemacht werden?

Kommentar GB:
Sehr dringende Leseempfehlung!