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Die Zerstörung der Geistes- und Sozialwissenschaften: Lage und Ausblick

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„Die systematische Zerstörung kulturtragender Institutionen durch neomarxistische, postmoderne und neoliberale Ideologie erfasst zunehmend auch die Universitäten. Insbesondere in den Geistes- und Sozialwissenschaften hat das Maß der Zerstörung geistiger Substanz dabei mittlerweile ein kritisches Ausmaß erreicht. Der vorliegende Beitrag fasst aktuelle Entwicklungen diesbezüglich zusammen und gibt einen Ausblick auf Perspektiven kultureller Erneuerung.

Der Politikwissenschaftler Allan Bloom, ein Schüler des Naturrechtlers Leo Strauss, hatte bereits 1987 kulturelle Auflösungserscheinungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften beschrieben. Die abendländische universitäre Tradition mit ihren Wurzeln im Denken der griechischen Antike und mit ihrem Ziel des Strebens nach Erkenntnis sei im Zuge der Durchsetzung zunächst neomarxistischer und dann postmoderner Ideologie seit den späten 1960er Jahren zunehmend durch utopische Ideologien, die Ablehnung der Vorstellung einer Existenz objektiver Wahrheit und die Betonung von Gefühlen verdrängt worden. Die Pflege und Weitergabe des abendländischen kulturellen Erbes fände an Universitäten in immer geringerem Maße statt. Ein Erbe, das man nicht kenne, könne man jedoch auch nicht bewahren oder verteidigen.1 “ (…)

Die Zerstörung der Geistes- und Sozialwissenschaften: Lage und Ausblick