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Kelly Greenhill: Migration als politische Waffe gegen Europa

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„Die Politikwissenschaftlerin Kelly M. Greenhill forscht am Belfer Center der Harvard University zu sicherheitspolitischen Themen. In ihrem 2010 erschienenen Werk „Weapons of Mass Migration. Forced Displacement, Coercion, and Foreign Policyuntersuchte sie den Einsatz von irregulärer Migration als politischer Waffe durch staatliche und nichtstaatliche Akteure. Ihre Gedanken bilden einen analytischen Rahmen zum Verständnis der aktuellen Entscheidung der türkischen Regierung, irreguläre Migration  unter Bruch des EU-Türkei-Abkommens (des „Flüchtlingspakts“) dazu einzusetzen, um europäische Staaten zur Erfüllung politischer Forderungen zu zwingen.

Greenhill analysierte insgesamt über 50 historische Beispiele des Einsatzes dieses Mittels in den Jahren zwischen 1950 und 2006, wobei sie sich auch mit den Jugoslawienkriegen der 1990er Jahre vertieft auseinandersetzte. In über der Hälfte der Fälle sei der Einsatz erfolgreich gewesen. Als Beispiel dafür nennt sie den Fall Libyens, dessen Regierung bis 2011 mittels entsprechender Drohungen weitreichende Forderungen gegenüber europäischen Staaten durchsetzen konnte.“ (…)

Kelly Greenhill: Migration als politische Waffe gegen Europa

Kommentar GB:

Das Buch ist in deutscher Sprache erschienen:

Kelly M. Greenhill:

Massenmigration als Waffe – Vertreibung, Erpressung und Außenpolitik,

2. Aufl., Kopp-Verlag: Rotenburg 2018, ISBN 978-3-86445-617-6