Medienspiegel

Newspeak nach Stuttgarter Krawallen

Brutale Krawalle in Stuttgart haben zu einer Bereicherung unserer Begrifflichkeit geführt. Sprachschöpfer haben Hervorragendes geleistet, Medien die neuen Sprachregelungen sofort übernommen.

Newspeak nach Stuttgarter Krawallen

Ein Leserkommentar auf PI-News hierzu (s.u.):

Heta 22. Juni 2020 at 15:55

Roland Tichy hat die neuen Wortkreationen wie „Partyszene“, „Kleingruppen“ oder „Großfamilie“ treffend beschrieben, „Partyszene“:

➡ Häufig verwandt wird auch der Begriff Partyszene. Nach „Großfamilie“ und „Hochzeitsgesellschaft“ gibt es jetzt dank Stuttgart die nächste Umschreibung dafür, wenn sich bestimmte Gruppen kriminell und asozial verhalten, man diese Gruppen aber nicht beim Namen nennen will. Wir werden in den nächsten Wochen viele Exzesse von diversen Partyszenen erleben.

https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/glosse/newspeak-nach-stuttgarter-krawallen/

FAZ.net titelte gestern: „Die Zerstörungswut einer Partymeute“. „Genau, die Partyszene war’s!“, meint auch Leser Gerd Wagner, „und diese feier- und eventorientierten jungen Leute erkennt man in diversen Videos an ihrem Schlachtruf, mit dem sie ihr ausgelassenes Treiben begleiten: ,Alle ab in die Bar‘. Nur Böswillige aus dem rechten Milieu behaupten, zwar ähnlich klingendes, aber doch völlig anderes gehört zu haben…“:

http://www.pi-news.net/2020/06/event-event-bis-deutschland-brennt/#comment-5452341deres

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ausschreitungen-in-stuttgart-die-zerstoerungswut-einer-partymeute-16825939.html

http://www.pi-news.net/2020/06/event-event-bis-deutschland-brennt/#comment-5452341

 

Kommentar GB:

Das ist die Sprache der Kollaborateure, einfach ekelhaft:

Die Zerstörungswut einer Partymeute

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ausschreitungen-in-stuttgart-die-zerstoerungswut-einer-partymeute-16825939.html

und kritisch hierzu:

(…) „Zum Schluss beglückt uns Fritz Kuhn [OB Stuttgart/Grüne; GB] dann noch mit der bahnbrechenden Erkenntnis, dass Ausschreitungen wie letzte Nacht nicht gehen würden. Dass sie doch gehen, haben wir alle gesehen.“

https://www.achgut.com/artikel/laue_sommernaechte_in_stuttgart

und ein kritischer Kommentar in Richtung der Grünen:

https://www.achgut.com/artikel/der_ueberaus_sensible_herr_kuhn

Das Thema wird hier (Steffen Meltzer, Gastautor / 22.06.2020 / Quelle s.u.) weitergeführt und angemessen vertieft:

(…) „Augenzeugen berichten, dass sich in Stuttgart aber auch eine auffällige Zahl von in schwarze Kapuzenpullover gekleideten Personen um den Schlossplatz versammelten, bereits am Nachmittag. Von diesen Personen soll in der Nacht dann auch die größte Aggression gegen Polizeibeamte und Fahrzeuge ausgegangen sein. Die Ausschreitungen begannen laut einer Quelle im Ordnungsamt gegen Mitternacht gleichzeitig an drei verschiedenen Orten der Innenstadt.“ (…) „Haben wir eines Tages in mehreren Städten Deutschlands ähnliche Ausschreitungen wie in Stuttgart, kann die Bevölkerung nicht geschützt werden. Nehmen die Ausmaße flächendeckende Zustände an, wird man alle Hände voll zu tun haben, Politiker, „Prominente“, Kritische Infrastrukturen, Verkehrsknotenpunkte u.a. systemwichtige Einrichtungen und Anlagen zu beschützen. Die Polizei allein kann es ohnehin nicht richten. Andere Behörden müssen auch ihre Verantwortung bereits im Vorfeld wahrnehmen. Doch die Kommunen haben dazu oftmals keinen Plan vorzuweisen, wie in „Friedenszeiten“ oder gar bei erheblichen Gefahren für die Allgemeinheit zu verfahren ist. Der einzige Plan: Planlosigkeit.“ (…) „Um die eigenen Fehler zu kaschieren, richtet die Politik den Lampenstrahl gern auf die Polizei. Hier wiederholt sich das Dilemma aus der Corona-Krise. Man hat seit mehreren Jahren aus einer in Auftrag gegeben Studie gewusst, dass eine Pandemie bevorsteht. Es wurden weder Atemschutzmasken geordert, noch anderweitige persönliche Schutzausrüstungen angeschafft. Das Chaos war somit vorprogrammiert und konnte nur mit massiven Eingriffen ins Grundrecht „geregelt“ werden.

Bei der Polizei haben wir sogar, bis auf Bayern und wenige andere Ausnahmen, das Gegenteil erlebt. Es wurde nicht nur nichts getan, es wurde Personal, allen Warnungen zum Trotz, jahrelang abgebaut. Ehe wir wieder auf die alte Mannschaftsstärke kommen, vergehen mindestens zehn weitere Jahre und da ist noch nicht einmal die Notwendigkeit für mehr Personal infolge einer sich spaltenden Eskalationsgesellschaft berücksichtigt.“ (…)

https://www.achgut.com/artikel/wenn_es_in_mehreren_staedten_gleichzeitig_brennt