Medienspiegel

Politik hat grossen Einfluss auf Bodenerosion

Veröffentlicht

Daniela Gschweng / 30. Jun 2020 –

Politik kann buchstäblich Boden kosten.

Die richtigen Anreize können Bodenerosion aber effektiv bremsen.

„Was vorher nur eine Vermutung war, wurde Ende letzten Jahres von drei Wissenschaftlern der ETH Zürich und der Universität Basel bestätigt: Agrarpolitik hat einen grossen Einfluss darauf, in welchem Zustand Böden sind und wie viel davon abgetragen wird.

Handlungsbedarf besteht: Bodenerosion wird sich stark auf die zukünftige Versorgung der Menschheit auswirken. Weltweit gehen durchschnittlich 2,4 Tonnen Boden pro Hektar und Jahr mehr verloren als neu gebildet werden. Drei Viertel aller Böden gelten bereits als degradiert, Das heisst, ihre Qualität hat bereits abgenommen. Bis 2050 könnte der Anteil noch sehr viel grösser werden, Schätzungen gehen von bis zu 90 Prozent aus. Die Ursache ist grösstenteils Trockenheit, aber auch Abholzung und Übernutzung. Viele Länder haben Bodenschutzmassnahmen eingeleitet, die den kostbaren Oberboden retten sollen.

Die Studie der ETH Zürich, die in «Nature Sustainability» veröffentlicht wurde, zeigt, was das bringt. Wie gross der Effekt ist, überraschte den Agrarökonomen David Wüpper und seine Kollegen Pasquale Borrelli und Robert Finger dann doch. Das Team um Wüpper hat für seine Analyse Daten aus vielen Quellen zusammengetragen. Die Wissenschaftler fütterten Satellitendaten, Vegetationsdaten, Niederschlag, Topografie und Ähnliches in ein Computermodell. Die Erdoberfläche ist darin auf einen Quadratkilometer genau aufgelöst. Der «Ländereffekt» wird so an vielen Ländergrenzen deutlich.“ (…)

https://www.infosperber.ch/Artikel/Umwelt/Bodenerosion-wird-stark-von-der-Politik-beeinflusst