FreitagsbriefMedienspiegel

Bedeutende Denkerinnen und Denker des 21. Jahrhunderts: W. B.

Henryk M. Broder / 31.07.2020 /

„Der ehemalige Direktor des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung, Wolfgang Benz, hat gestern dem DLF ein Interview gegeben, in dem er erklärt, warum es falsch sei, „die Diskussion über Antisemitismus und Judenfeindschaft auf politische Momente einzugrenzen“; falsch sei es auch, „wenn der Bundestag die Boykott-Bewegung BDS als schlimmsten Auswuchs des Antisemitismus“ definiere. Deswegen habe er, Benz, „gemeinsam mit anderen Intellektuellen“ einen Offenen Brief an die Kanzlerin geschrieben. Erstens um „vor den jüngsten Annexionsplänen Israels“ zu warnen und zweitens, „weil der Begriff Antisemitismus inflationär und oft unberechtigt gebraucht“ werde.“ (…)

Zu sagen, die BDS-Bewegung ist an sich nicht judenfeindlich, ist eine pathologische Entgleisung, kein Zufall, sondern einer Form der Judenfeindschaft geschuldet, die sich selbst attestiert, dass sie keine ist. Einfache Leute sagen: „Ich bin kein Antisemit, aber…“, die Gebildeten: „An sich ist BDS nicht judenfeindlich…“

„Wer Jude ist, bestimme ich“, soll Hermann Göring gesagt haben. Was Antisemitismus und wer ein Antisemit ist, entscheidet heute Prof. Benz. Der muss es wissen. Er hat es von der Pike auf gelernt.“

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