Medienspiegel

Corona und Medien

Gibt es einen rasanten „Anstieg” bei den „Neuinfektionen“?

30. Juli 2020 um 13:57 Ein Artikel von: Tobias Riegel

Die aktuelle Berichterstattung zu Corona ist einmal mehr irreführend und sie missachtet wichtige Regeln bezüglich der Zahlenbasis für die alarmistischen Artikel.

Von Tobias Riegel.

(…) „Die NachDenkSeiten haben das Problem mit der wackeligen, verzerrten bis falschen Zahlenbasis der Corona-Maßnahmen bereits vielfach thematisiert. Bereits Anfang April beklagte Ralf Wurzbacher in diesem Interview mit Statistikprofessor Gerd Bosbach die Zielvorgaben und Zahlengrundlagen für die Corona-Maßnahmen. Diese Vorgaben seien ebenso schwammig, wie sie „mit immer mehr Tests praktisch unerreichbar“ würden. Bosbach prophezeite damals:

„Dann kann man noch Monate so weiter machen.“

Jens Berger hat das Problem in diesem Interview mit Bosbach ebenfalls erörtert und in diesem Artikel beschreibt er „Maximale Maßnahmen auf Basis minimaler Gewissheit“. Die unter anderem von den NachDenkSeiten seit Wochen eingeforderte Rückkehr zu einem seriösen Umgang mit Zahlen im Zusammenhang mit Corona ist unausweichlich: Ohne eine seriöse Datenbasis bricht die gesamte Folgediskussion zusammen. Diese wird dann, wie wir es gerade erleben, über weite Strecken von Moral und von Behauptungen bestimmt, nicht von der permanent betonten angeblichen „Wissenschaftlichkeit“.“

Corona und Medien: Gibt es einen rasanten „Anstieg” bei den „Neuinfektionen“?

und: (…)

„Höchste Sterblichkeit bei beatmeten älteren Patienten

Das Ergebnis: Etwa ein Fünftel der stationären Patienten ist verstorben. Dabei lassen sich die Patienten in weitere Untergruppen einteilen. So lag die Sterblichkeit bei beatmeten Patienten bei 53 Prozent, die Sterblichkeit von nicht beatmeten dagegen bei 16 Prozent. Es zeichneten sich auch Geschlechtsunterschiede ab: Die Sterblichkeit von Männern lag bei 25 Prozent, die von Frauen bei 19. Die Sterblichkeit stieg außerdem mit dem Alter: In der Patientengruppe ab 80 Jahren starben 38 Prozent, bei 70- bis 79-Jährigen waren es 27 Prozent. Bei beatmeten Patienten aus diesen beiden Altersgruppen lag die Sterblichkeit sogar bei 72 respektive 63 Prozent.“ – Quelle:

https://de.sputniknews.com/wissen/20200729327587404-sterblichkeit-covid-19-risikogruppe-analyse/?utm_source=de_newsletter_links&utm_medium=email

und ergänzend:

https://www.achgut.com/artikel/indubio_die_korrektheit_frisst_ihre_kinder_kopie

sowie, sehr empfehlenswert:

Hartmut Krauss: Vorläufige Bilanz der „Corona-Krise“, in:

HINTERGRUND – Zeitschrift für kritische Gesellschaftstheorie und Politik,

33. Jahrgang, II – 2020, S. 3 ff.; ISSN 0935 – 5545, Preis: 4,00 €