Medienspiegel

Dorothee Dienstbühl: Antirassistischer Aktivismus schadet der öffentlichen Sicherheit

Veröffentlicht

16. Juli 2020

„Die Kriminologin Dorothee Dienstbühl lehrt an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen. In einem aktuellen Gespräch kritisiert sie die laufende Kampagne gegen mutmaßlichen Rassismus in der Polizei in Deutschland, weil die ihr zugrunde liegende Ideologie der öffentlichen Sicherheit schade. Die Kampagne helfe Kriminellen und schwäche den Staat bei seinem Vorgehen gegen sie.

Die hinter der Kampagne stehende Ideologie lehne die Ansprache von Bedrohungen und Phänomenen mit Migrationsbezug bzw. mit Bezug zu bestimmten Kulturen grundsätzlich ab. Dies erzeuge ein Klima, in dem die kulturelle Dimension von Kriminalität zunehmend ausgeblendet werde.
Diese Dimension sei für die Erklärung bestimmter Phänomene jedoch von zentraler Bedeutung. Ein Beispiel dafür sei die von arabischen Großfamilien ausgehende Kriminalität, deren Ursachen eine kulturell bedingte Ablehnung von Staat und Gesellschaft sowie ein spezifisches Verständnis von Ehre seien.
Die laufende Kampagne erzeuge Feindseligkeit gegen die Polizei als Institution und habe Unruhen wie die in Stuttgart begünstigt. Außerdem erzeuge die Kampagne Unsicherheit bei Polizeibeamten im Umgang mit migrantischen Kriminellen, die dies ausnutzten.
Für die Demokratie und den Rechtsstaat in Deutschland seien diese Entwicklungen „gefährlich“. Nicht Rassismus in der Polizei, sondern die unzureichende Ansprache von kulturell bedingten Herausforderungen und unzureichende Repression seien die Probleme, mit denen man sich primär auseinandersetzen müsse.“ (…)

Dorothee Dienstbühl: Antirassistischer Aktivismus schadet der öffentlichen Sicherheit