FreitagsbriefMedienspiegel

Hagia Sophia als neues Symbol

24. Juli 2020

Redaktion Sozialismus: Die Türkei bleibt dennoch im Krisenmodus

„Mit dem Freitagsgebet wurde heute in Istanbul in Anwesenheit des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, der selbst einige Koranverse zitierte, die Zurückwandlung der Hagia Sophia von einem säkularen Museum zur Moschee vollzogen. Tausende AKP-Anhänger*innen (sic!) warteten davor stundenlang auf das historische Ereignis.“ (…)

https://www.sozialismus.de/kommentare_analysen/detail/artikel/die-hagia-sophia-als-neues-symbol/

Kommentar GB:

Zitat:

„In einer Rede wertete Erdoğan die Entscheidung der Umwidmung des vielleicht wichtigsten Symbols der türkischen Republik als Triumph für die Muslime in aller Welt. »Die Wiederauferstehung der Hagia Sophia ist der Vorbote für die Befreiung des Felsendoms«, sagte er mit Blick auf das islamische Heiligtum in Jerusalem und »Feuer der Hoffnung für alle Unterdrückten«.“ (Hervorhebung GB)

Kann man das noch mißverstehen? Ja, das kann man …

Der Artikel zeigt, daß die Redaktion ebenso geschichts- wie kulturblind ist. Aber es geht eben nicht immer und vor allem nicht immer nur um ökonomische Kategorien, und das merke ich als Ökonom hier an. So kann man den Islam weder verstehen, noch ihm beikommen, im Gegenteil: so öffnet man ihm – wie damals in Troja – die Tore und zieht das Pferd in die Stadt. Was ja bereits geschehen ist. Das Ende ist bekannt. Aber man von Taubblinden kann man eben nicht verlangen, daß sie sehen und hören mögen.

Literatur:

Bücher