Medienspiegel

Kritik an Rassismusvorwürfen gegen die westliche Zivilisation

Veröffentlicht

Levent Tezcan   –   28. Juli 2020

„Der Soziologe Levent Tezcan lehrt an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. In einem heute erschienenen Aufsatz kritisiert er die Maßlosigkeit und Irrationalität antirassistischer Diskurse. Die westliche Zivilisation habe als erste in der Geschichte der Menschheit den Schwachen eine Stimme gegeben. Nichtwestliche Kulturen hätten nichts Vergleichbares hervorgebracht und würden fragwürdige Aspekte ihrer Geschichte meist ausblenden.“ (…) „Der Philosoph Alain Finkielkraut erläuterte kürzlich, warum antirassistische Ideologie sich in Wahrheit nicht gegen Rassismus, sondern gegen die europäische Zivilisation richte. Der Publizist Kacem El Ghazzali hatte dieser Ideologie vorgeworfen, zu einer postchristlichen Ersatzreligion der radikalen Linken geworden zu sein. Laut dem Politikwissenschaftler Francis Fukuyama zerstöre diese Ideologie zunehmend den gesellschaftlichen Zusammenhalt in westlichen Gesellschaften. Die anhaltenden Unruhen in den USA stellen ein praktisches Beispiel für das destruktive Wirken dieser Ideologie dar.

Der laut antirassistischen Ideologen in der europäischen Geistes- und Kulturgeschichte strukturell angelegte Rassismus ist für die Blütezeit der abendländischen Kultur im Mittelalter sowie im Mitteleuropa der frühen Neuzeit nicht nachweisbar. Dies illustriert das Beitragsbild, das eine um 1520 entstandene Darstellung des heiligen Mauritius von Matthias Grünewald zeigt: (…)“

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