„Partyszene“ ? Wut, Perspektivlosigkeit und Langeweile ?

Warum es zu Eskalationen in deutschen Städten kommt – und was wir dagegen tun können

FOCUS-Online-Redakteurin Paula Schneider

Montag, 20.07.2020

Die jüngsten Vorfälle in Frankfurt zeigen eine extreme Gewaltbereitschaft von Jugendlichen. Scheinbar ohne Grund kommt es zu roher Gewalt und Eskalationen. Soziologe Albert Scherr erklärt, woran das liegen kann – und wie Städte solche Ausbrüche künftig verhindern können.

https://www.focus.de/perspektiven/gesellschaft-gestalten/wut-perspektivlosigkeit-und-langweile-warum-es-zu-eskalationen-in-deutschen-staedten-kommt-und-was-wir-dagegen-tun-koennen_id_12229237.html

Kommentar Hartmut Krauss:

Zum „Rat der Migration“ (und damit auch zum „Denkhaushalt“ von Scherr)  Folgendes:

(…) „Auch der „Rat für Migration“, ein Zusammenschluss von Islamverteidigern und Lobbyisten der Zuwanderungsindustrie aus den Reihen der staatsnahen Migrationswissenschaft, verdinglicht in einem Manifest11 die Masseneinwanderung von Muslimen und die damit verbundene Ansiedlung einer antisäkularen und rückschrittlichen Herrschaftskultur zu einem unabänderlichen Schicksal, das die nichtmuslimische Bevölkerungsmehrheit gefälligst hinzunehmen und zu ertragen hat. Der migrationsbedingte Gegensatz zwischen einer säkular-demokratischen und einer islamisch-gottesherrschaftlichen Lebensorientierung sowie die vermeidbare Erosion der freiheitlich-aufgeklärten Prinzipien europäischer Gesellschaftsgestaltung ist für diese Lobbygruppe „kein zu überwindendes Problem, sondern der Normalfall.“ Verordnen möchte man eine auszuhaltende Normalität, in der die nichtmuslimische Mehrheitsbevölkerung, darunter zahlreiche Menschen mit Migrationshintergrund, mit orthodox-islamischen Schariaanhängern „um die Grenzen des Akzeptablen und Zulässigen“ streiten muss. Die Anforderung an Zuwanderer, sich den in der deutschen Aufnahmegesellschaft multidimensional geltenden Normen, Werten, Verhaltensweisen und sozialen Regeln anzupassen, wird vollständig über Bord geworfen und stattdessen gefordert: „Wer dauerhaft in Deutschland lebt, gehört dazu – diese Haltung muss von der Politik klar vertreten werden, ohne Wenn und Aber. (…) Erforderlich ist auch ein Verzicht auf Debatten, die suggerieren, dass ein Migrationshintergrund noch in der zweiten und dritten Generation ein bedeutsames Unterscheidungsmerkmal sei.“(S. 4) D.h.: Wenn aufgrund orthodox-islamischer Sozialisation in muslimischen Gegenmilieus (verharmlosend wird hier oftmals von „Parallelgesellschaften“ gesprochen) sowie unter den Einflüssen des „Google-Islamismus“ Sprösslinge der zweiten und dritten Generation von „Muslimen in Deutschland“ noch reaktionärer und radikaler eingestellt sind als ihre Eltern- und Großelterngeneration, so darf diese ideologische Selbstausgrenzung nach dem Imperativ des „Rates für Migration“ nicht mehr problematisiert werden12.

Wenig überraschend ist es, dass der „Rat für Migration“ sich auch als Bestandteil jener Seilschaften erweist, die am Projekt der Auslagerung eines Teils der Überbevölkerung aus den islamischen Kriegs- und Krisenregionen nach Europa arbeiten und auf noch zu geringen Widerstand stoßen. So wird von Deutschland die Bereitschaft verlangt, „kontinuierlich eine größere Zahl von Geflüchteten im Rahmen von Neuansiedlungsprogrammen (Resettlement) aufzunehmen.“ (Hervorhebung von mir; H.K)13“ (…)

http://www.gam-online.de/text-Unterwerfung.html