Von wegen Parität: Keine Quote im Knast!

Glosse

Ulli Kulke / 16.07.2020 /

„Die Unzufriedenheit in Teilen des tonangebenden Blätterwaldes ist groß über das Urteil des Thüringer Verfassungsgerichtshofes, der das Paritätsgesetz der rotrotgrünen Landesregierung gekippt hat. Die Süddeutsche Zeitung bemängelt in dem Zusammenhang gar, dass sich unsere Verfassungsgerichte ganz generell eher dem „Beharren“ (sprich: Recht und Gesetz) verpflichtet fühlen und sich nicht „als Treiber des Fortschritts“ sehen. Bevor wir uns jetzt Gedanken machen, an welche Epoche – oder sogar sehr verschiedene Epochen hier im Lande – uns eine solch gewagte Interpretation der Judikative in der Gewaltenteilung erinnert, denken wir lieber darüber nach, in welchen gesellschaftlichen Bereichen es bei der Parität ansonsten noch so hakt.

Nein, ich meine nicht nur die Folgeparitäten für den Fall, dass das jetzt gekippte Thüringer Gesetz vor einem „fortschrittlichen“ Gericht doch einmal Bestand haben sollte. Als dann anstünden parlamentarische Paritäten für Behinderte, Ausländer, Jugendliche, Senioren, Angestellte, Eltern, Beamte, Singles, Freiberufler, Hundebesitzer, Linkshänder, Radfahrer, Witwen, Vielflieger, sowie LGBTQIA+ in allen Ausprägungen. Es geht ja nicht nur ums Parlament. Wir müssen wenn, dann gleich alle gesellschaftlichen Bereiche durchkämmen, bei denen noch keine 100-prozentige Parität herrscht. Derer gibt es viele. Ein Sektor aber fällt mir da ganz besonders ins Auge. Der Vorteil: Bei ihm wäre ein solches Ziel auch noch wohlbegründbar.“ (…)

https://www.achgut.com/artikel/von_wegen_paritaet_keine_gleichberechtigung_im_knast

Kommentar GB:

Feministen kann man mit Logik nicht kommen, und insbesondere dann nicht, wenn sie eine juristische Ausbildung durchlaufen haben. Das hat der Autor, vermutlich ein hartnäckiger Rationalist, wohl übersehen. Logik zählt im Feminismus-Genderismus überhaupt nicht. Macht zählt, sonst gar nichts. Feministische Macht ist die Quelle von Willkür, und eben die wollen sie erreichen: in jeder beliebigen Situation jeweils das durchsetzen, was sie gerade wollen. Darum geht es, allein darum.