FreitagsbriefMedienspiegel

Zur Abwahl der Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt

12. Juli 2020

Prof. Dr. Gerhard Amendt

Der Senat der Goethe-Universität in Frankfurt hat seine Präsidentin, Prof. Brigitta Wolff, nicht wiedergewählt, obwohl Frauenbeauftragte und Genderanhänger die Wahl zu Ihren Gunsten – wie man hört – haben ausrichten wollen. Die Abwahl durch den Senat kann für die Goethe-Universität nur von Vorteil sein.  Die Präsidentin hat sich nicht nur bei der Verteidigung der Wissenschafts- und Redefreiheit nicht bewährt, sondern auch einen fragwürdigen Leitungsstil praktiziert. Die Abwahl war für Insider der Universität absehbar, denn das Schweigen zu Prof. Wolffs Führungsstil wurde fälschlicherweise mit Zustimmung oder zumindest Duldung gleichgesetzt. Darüber hinaus hat die Präsidentin Wolff nicht nur intern, sondern auch überregional den Ruf der Universität als Wissenschaftsstandort nicht unerheblich beschädigt. Sie hat den Internationalen Kongress: Familienkonflikte gewaltfrei austragen im April 2018 auf Zuruf des ASTA, linker Parteien und verfolgt sich fühlender sexueller Randgruppen mit schwerwiegenden Unterstellungen überhäuft und gefordert, dass ein Bekenntnis zu den „Werten der Universität“ abgegeben wird – ansonsten der Mietvertrag gekündigt würde. Die „Werte der Universität sind demnach höherwertig als das Recht auf freie Meinungsäußerung und Wissenschaftsfreiheit (siehe Anlage 1). So als sei die Demokratie durch den Veranstalter, Prof. Gerhard Amendt, und die Referenten aus USA, Israel und England unmittelbar gefährdet. Das hat unter den Referenten beachtliche Irritation und Verwunderung ausgelöst.

Eine Präsidentin als Speerspitze einer Diskurs- und Redefreiheit verweigernden irrationalen Bewegung – gemeinsam mit medialer Unterstützung – war der Reputation der Universität nicht zuträglich. Zumal alle Unterstellungen sich als fake news herausstellten, die von den Zeitungen und Rundfunkanstalten zurückgenommen wurden oder durch Urteil der Frankfurter Medienkammer als rechtswidrig geurteilt wurden.  Nicht nachvollziehbar blieb auch Prof. Wolffs ausdrückliche Begeisterung und Belobung für die jungen Erwachsenen in der Tagespresse, die den Kongress mit Gewalt verhindern wollten. Polizei – und Feuerwehreinsätze waren erforderlich, sowie der Schutz der Kongressteilnehmer durch Sicherheitsdienste, um die Durchführung des Kongresses zu gewährleisten.  Zu guter Letzt räumten Demonstranten selber ein, dass der Kongress nichts mit Homophobie zu tun hatte, sondern mit der gewaltfreien Lösung von familiären Konflikten. Sie waren einer Falschmeldung aufgesessen, wie der Hessische Rundfunk, Frankfurter Rundschau u.a. – wie auch Präsidentin Prof. Brigitta Wolff!!

+++

Anmerkung GB:

Die Goethe-Universität hatte seinerzeit die Anwürfe gegen Prof. Amendt aufgegriffen und ihn deswegen angeschrieben:

 

Die Präsidentin

Prof. Dr. Brigitta Wolff

28. März 2018

Prof. Dr. Gerhard Amendt

 

Kongress „Familienkonflikte gewaltfrei austragen“

 

Sehr geehrter Herr Professor Amendt,

 

als Veranstalter des Kongresses „Familienkonflikte gewaltfrei austragen“ haben Sie an der Goethe Universität im Zeitraum vom 13. April bis 15. April 2018 Räume angemietet. Vertragsgrundlage war und ist, dass die Veranstaltung vereinbar sein muss mit dem Selbstbild und dem öffentlich-rechtlichen Charakter der Goethe Universität.

Nach uns nunmehr vorliegenden Informationen und Erkenntnissen, die auf Berichten und Anfragen der Presse, der Politik sowie Aufrufe verschiedener Organisationen zu Demonstrationen gegen diese Veranstaltung beruhen, sind wir in großer Sorge, dass einzelne Inhalte der Veranstaltung und von Ihnen und den geladenen Referentinnen und Referenten an geäußerten Auffassung zu dem in Rede stehenden Thema nicht vereinbar sind mit den Werten und Grundsätzen der Goethe Universität.

Im Hinblick auf die in den letzten Tagen aufgekommenen erheblichen Zweifel an der Vereinbarkeit der Veranstaltung mit dem Wertegefüge der Goethe-Universität sehen wir uns daher veranlasst, Sie aufzufordern uns

bis zum 5. April 2018

schriftlich zu bestätigen, dass sowohl die Inhalte der Veranstaltung als auch die Vorträge und die Meinungsäußerungen der Referentinnen und Referenten mit dem Werteverständnis der Goethe-Universität in Einklang stehen, insbesondere mit der Vielfalt und Gleichstellung der Geschlechter und der Freiheit sexuelle Selbstbestimmung.

In jedem Fall behalten wir uns vor, die Veranstaltung jederzeit abzubrechen für den Fall, dass die von Ihnen oder den geladenen Vortragenden geäußerten Inhalte den vorstehenden Wertvorstellungen wieder sprechen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

………..

+++

Dieses Schreiben wurde von Prof. Amendt wie folgt beantwortet:

 

Goethe Universität

Das Präsidium

Bereich Justitiariat

Frau (…)

80629 Frankfurt

03.04.18

Sehr geehrte Frau (…),

 

Ihr Schreiben vom 28. März 2018 ist heute, 3. April 2018, von mir gegen Empfangsbestätigung entgegengenommen wurden.

Gerne will ich Ihnen bestätigen, dass ich auf dem Boden des Grundgesetzes und aller geltenden Gesetze stehe. Ich habe auch nicht die Absicht, wegen des Kongresses diese Grundlage zu verlassen. Zumal der Kongress nicht das Geringste mit den jüngsten unwahren Tatsachenbehauptungen über mich in den Medien zu tun hat, die auf einen Artikel im Merkurist vom 25.03.2018 zurückgehen. Diese Verleumdungen lasse ich gerade parallel rechtlich verfolgen.

Ich kann die Demokratieverbundenheit aus Kenntnis der Publikationen, eingeworbener Forschungsgelder und akademischer Meriten aller Beteiligten erklären, da ich mit deren Arbeit bestens vertraut bin. Natürlich kann ich das nicht nur für die amerikanischen und die englischen Referenten, sondern auch für die beiden israelischen Forscher gewährleisten, deren eine in einer international anerkannten Traumaforschung von höchster Güte an der Bar Ilan Universität verankert ist.  Möglicherweise ist der Hinweis unterstützend, dass 90 % aller Referenten Frauen sind und als Gruppenleiter für die break-out-Sitzungen zwei international etablierte Psychotherapeutinnen der Gestalttherapie mit langjähriger Erfahrung in Gruppenprozessen und herausragenden publizistischen Credentials engagiert wurden.

Ich hoffe, dass dadurch Ihre Bedenken gegenüber dem Internationalen Kongress behoben sind. Sollten Sie weitere Informationen wünschen, so will ich Ihnen diese gerne geben. Ich verweise dazu auch auf die Homepage, die unmissverständlich den Inhalt des Kongresses beschreibt und meine Forschungen und meine Publikationen zum Kongressthema, die viele Jahre vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft finanziert wurden.

Um die knappe Terminierung bis zum 5. April 2018 für die Antwort nicht zu verfehlen, erhalten Sie das Schreiben per Email. Ich bitte um Bestätigung des Erhalts.

Die Zustellung durch die Post wird heute veranlasst.

 

Mit besten Grüßen

Prof. Dr. Gerhard Amendt

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31. Januar 2019
Pressemitteilung

„Wir müssen der politischen Denunziation Einhalt gebieten!“

Oder:

Bedenkenswertes zum Frankfurter Anti-Gewaltkongress

oder:

Die Präsidentin auf der Ente! (frei nach Christian Andersen)

Es begann vorm Weltfrauentag 2018 im einst roten Frankfurter Arbeiterviertel Bockenheim.
Wer zu seinem Auto kam, fand unter dem Scheibenwischer ein Flugblatt geklemmt. An einem
Hauseingang klebte ein Zettel mit dem Hinweis, dass hier ein „Homophober“ seinen Verlag
betreibe. Angekündigt war die Aktion bei der Antifa als Beitrag zum Weltfrauentag. Viel
wussten die Anwohner damit nicht anzufangen. Brisanter wurde es schon, als der Merkurist
Rhein-Main GmbH von einem Kongress an der Goethe-Universität faselte, zu dem
„Homophobe“ sich verabredet hätten.
Man wolle dort die Zwangstherapie für Homosexuelle propagieren. Diese Behauptung wurde
schnell von den GRÜNEN übernommen. Sie formulierten, Gerhard Amendt „gehört zum
höchst umstrittenen Kreis der ‚Homosexuellen-Therapeuten‘ und bezeichnet Homosexualität
als ‚pervers‘.“
Dann setzte sich die ungeprüfte Übernahme fort und weitete sich zu einem Medientsunami
aus. Frankfurter Rundschau, SPD, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Lesben und
Schwulenverband Deutschland, Hessenschau (HR), ASTA Uni Frankfurt und eine Reihe
anderer Medien — alle gaben sich bestens informiert, dass der wissenschaftliche Leiter des
Kongresses „Familienkonflikte gewaltfrei austragen“, Professor Amendt, ein „Homoheiler“
sei, für ein Institut arbeite, das die Zwangstherapie von Homosexuellen propagiere oder in
anderer Weise Homosexuellen das Leben schwer machen wolle. Schlagworte wie
„Homoheiler“ oder „Konversationstherapie“ (sic!) reichten den Medien aus, um daraus
reißerische Schlagzeilen zu fertigen. Gefahr sei im Verzug. Minderheiten seien gefährdet. Die
Universität müsse den Mietvertrag für das Tagungsgebäude wegen Homophobie,
Antifeminismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit kündigen. All das wurde

Wir müssen der politischen Denunziation Einhalt gebieten!

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ungeprüft abgedruckt, verbreitete sich wie ein Buschfeuer rasend schnell und das Präsidium
der Universität wähnte sich als Vermieter unter Druck.
Angesichts des Medien-Tsunamis forderte Prof. Amendt in einem Interview mit der
Hessenschau.de des Hessischen Rundfunks am 29.3.2018 ein Ende der politischen
Denunziation. In einer Presserklärung vom 28.3.2018 wurden die Falschmeldungen korrigiert.
(….) Zurzeit wird in Frankfurt von Grünen, SPD und anderen Gruppen der Versuch
unternommen, den Kongress Familienkonflikte gewaltfrei austragen in Misskredit und
dessen Verantwortlichen, Prof. Amendt, mit repressiver Gesundheitspolitik gegen
Homosexuelle in Verbindung zu bringen.
Diese Vorhaltungen sind nicht nur vollständig gegenstandslos; sie befassen sich auch gar
nicht mit dem eigentlichen Thema des Kongresses. (…..)
Hier geht es um Methoden und Forschungserkenntnisse, mit denen Gewalt in
Partnerschaften und Familien sich am ehesten mildern (…) und die Weitergabe (…) in
die nächste Generation verhindern lässt. Die Referenten sind Spezialisten (…), die
neueste Erkenntnisse zu Ursachen und Behandlung von Gewalt an die beratenden und
therapeutischen Berufsgruppen weitergeben. Es geht um neueste Forschung, der wir
hierzulande um mindestens 15 Jahre hinterherhinken.
Darüber hinaus wird Amendt wahrheitswidrig vorgehalten, dass er Mitarbeiter eines
Instituts sei, das die „Aversionstherapie“ von Homosexuellen betreibe. (…)
Die GRÜNEN in Frankfurt formulieren, Amendt „gehört zum höchst umstrittenen Kreis
der ‚Homosexuellen-Therapeuten‘ und bezeichnet Homosexualität als ,pervers‘.“
Weder ist Amendt Psychotherapeut, noch hält (..) er solche „Therapien“ für ethisch
vertretbar. Menschen gegen ihren eigenen Wunsch zu „therapieren“, verstößt gegen die
Standards der Psychotherapieberufe (..). Es ist mit einer Demokratie nicht vereinbar.
Die angedeuteten Vorwürfe der „Homophobie“ verweisen auf einen Beitrag in der
Zeitschrift für Soziologie von 1997. Dieser Text wurde fünf Jahre später in der FAZ
veröffentlicht. (…).
(Anmerkung: Die Kritik kreist um die fehlende Ursprungsgewissheit von Kindern aus
Reproduktionstechnologien; letztlich die Frage, wer bin ich und wo komme ich her. […]
Diese für Kinder zutiefst irritierende und gattungsuntypische Form der
Menschenproduktion habe ich bereits 1984 in dem Buch „Der Neue Klapperstorch“
Ikaru Verlag, 2. Auflage, 1986 entwickelt.)
Die Presseerklärung wie das Interview in der Hessenschau.de sowie ein langer Bericht der
Frankfurter Allgemeine Zeitung zeigten im Präsidium Wirkung. Allerdings war sie begrenzt.
Die Solidarität mit den vermeintlich gefährdeten Sexualitäten, wie den erhitzen Medien und
empörungsaktiven Vielfaltgruppen führten dazu, dass die Forderung den Mietvertrag zu
kündigen, von der Präsidentin Prof. B. Wolf verworfen wurde. Aber damit war es nicht getan.

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Wir erhielten ein Schreiben, das in einer für die westdeutsche Universitätsgeschichte nach
1945 einmaligen Unverblümtheit die Zensur eines Kongresses ankündigte. Das Dokument
geben wir – bis auf die Adresse und den Namen der Unterzeichnerin – vollständig wieder.

Wie angekündigt wurde der Vorbehalt der Zensur des Kongresses dann auch tatsächlich
umgesetzt. Für zwei namentlich nicht identifizierte Zensoren wurden namenlose
Eintrittskarten gefordert. Der Vorbehalt der Präsidentin, „die Veranstaltung jederzeit
abzubrechen für den Fall, dass die von Ihnen (Anmerkung: Amendt) oder den geladenen

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Vortragenden geäußerten Inhalte den vorstehenden Wertvorstellungen (der Uni)
widersprechen sollten“, kam allerdings nicht zum Tragen. Das kam dem Eingeständnis nahe,
dass die Präsidentin einer Zeitungsente aufgesessen war.
Neben der angekündigten Zensur fällt Weiteres auf: Die Präsidentin brachte ein
universitätseigenes Werteverständnis ins Spiel: „…insbesondere (solche) der Vielfalt und
Gleichstellung der Geschlechter und Freiheit sexueller Selbstbestimmung“. Demnach sollten
Wissenschaftsfreiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung während dieses Kongresses
einem wertepolitischen Vorbehalt unterliegen. Deshalb die Selbstgewissheit bei Abweichung
„die Veranstaltung jederzeit abzubrechen“. Werteverständnis tritt damit an die Stelle
grundgesetzlich verbürgter Freiheiten. Das ist mittlerweile an einigen Universitäten nichts
Ungewöhnliches mehr. Die unverblümte Ankündigung von Zensur hingegen war neu.
Hier kommt eine beunruhigende Tendenz zum Ausdruck. Die gender-feministische Ideologie
duldet keine Kritik an der Selbstermächtigung von Vielfaltgruppen. Und sie setzt sich über
Grundrechtsgarantien hinweg. Ein auf Frauen zugeschnittenes psychisches Notwehrrecht
zum Töten wie die persönlich gehaltene Definition dessen, was als Gewalt von Männern
gelten soll, gehören ebenso zu dieser Tendenz.
Wegen der unverhohlenen Drohungen gegen den Kongress Familienkonflikte gewaltlos
austragen haben wir es vorgezogen, auf das Schreiben der Präsidentin mit Sarkasmus zu
reagieren. Angesichts mehrjähriger Vorbereitung und finanzieller Risiken sollte der Kongress
nicht gefährdet werden.

An das Präsidium der Goethe-Universität

03.04.18

Sehr geehrte Frau Umhey
(….) Gerne will ich Ihnen bestätigen, dass ich auf dem Boden des Grundgesetzes und
aller geltenden Gesetze stehe. Ich habe auch nicht die Absicht, wegen des Kongresses
diese Grundlage zu verlassen. Zumal der Kongress nicht das Geringste mit den jüngsten
unwahren Tatsachenbehauptungen über mich in den Medien zu tun hat (…).
Ich kann die Demokratieverbundenheit aus Kenntnis der Publikationen, eingeworbener
Forschungsgelder und akademischer Meriten aller Beteiligten erklären, da ich mit deren
Arbeit bestens vertraut bin. Natürlich kann ich das nicht nur für die amerikanischen und
die englischen Referenten, sondern auch für die beiden israelischen Forscher
gewährleisten, deren eine in einer international anerkannten Traumaforschung von
höchster Güte an der Bar Ilan Universität verankert ist. Möglicherweise ist der Hinweis
unterstützend, dass 90 % aller Referenten Frauen sind und als Gruppenleiter für die
break-out-Sitzungen zwei international etablierte Psychotherapeutinnen der

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Gestalttherapie mit langjähriger Erfahrung in Gruppenprozessen und herausragenden
publizistischen Credentials engagiert wurden.
Ich hoffe, dass dadurch Ihre Bedenken gegenüber dem Internationalen Kongress
behoben sind. Sollten Sie weitere Informationen wünschen, so will ich Ihnen diese gerne
geben. Ich verweise dazu auch auf die Homepage, die unmissverständlich den Inhalt des
Kongresses beschreibt und meine Forschungen und meine Publikationen zum
Kongressthema, die viele Jahre vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
finanziert wurden. (….)
Das präsidiale Drohschreiben hat unter Juristen Kopfschütteln und unter den Referenten aus
den USA, Israel und England Entsetzen ausgelöst.
Es liegt deshalb nahe, am Beispiel von Präsidentin Wolf zu zeigen, wie Öffentlichkeitspolitik
zu aufgeheizten Auseinandersetzungen mit Kleingruppen am Campus beigetragen kann.
Denn auffällig ist, dass die Präsidentin der Universität der Panik der Kleingruppen nicht
entgegengetreten ist. Der Kongress handelte weder von Homosexualität noch von
Zwangstherapie.
Vielmehr war der Kongress der erste Versuch, die Debatte über partnerschaftliche Gewalt aus
dem Himmel vager Vorstellungen auf den Boden harter Fakten der internationalen Forschung
herunterzuholen. Neue Ergebnisse sollten vorgestellt werden, die sich mit familiärer Gewalt
befassen. Denn Grundlage der Forschung ist mittlerweile, dass die Häufigkeit der Gewalt
zwischen Männern und Frauen insgesamt in der Gesellschaft, jedoch nicht unbedingt
innerhalb einer Partnerschaft, gleich häufig auftritt. Gewalt in Partnerschaften ist ein
wechselseitiger Prozess, dessen Dynamik Wut, Enttäuschung und Gefühle der Ohnmacht mit
sich bringt. Sie kann sowohl verbale wie körperliche Verletzungen nach sich ziehen, die
wiederum weitere Handgreiflichkeiten nach sich ziehen kann. Die strafrechtlich festgestellte
Schuld des einen oder des anderen in Fällen schwerer Gewalttätigkeit kann jedoch nicht die
Notwendigkeit verdecken, dass die komplexe Dynamik des Paares von beiden gemeinsam
bearbeitet werden muss. Entweder sie schaffen das alleine oder sie brauchen Unterstützung
von außen. Allein schwerste Psychopathologien bilden eine Ausnahme. Allerdings haben
Frauen eine größere Wahrscheinlichkeit für schwere Verletzungen, wenn Männer mit
größerer Muskelkraft zurückschlagen. Auch wenn Männer und Frauen gleich häufig
zuschlagen und Handgreiflichkeiten initiieren, so tragen sie in heftigen Auseinandersetzungen
aufgrund ihrer körperlichen Unterlegenheit stärkere Blessuren davon.
Die Anerkennung gleichmäßig verteilter Gewalt stößt jedoch auf Widerstände. Vor allem
feindselige Ansichten über Männer im Bundesfamilienministerium erschweren das. Zumal die
meisten Medien deren Botschaften vom Kollektiv der bösen Männer seit Jahren ungeprüft
transportieren. Hierzulande unterliegt die symmetrisch verteilte Häufigkeit von
Gewalthandlungen in Partnerschaften einem politischen Anerkennungsverbot. Viele Forscher
sind sich dessen nur allzu bewusst. Sie fürchten Sanktionen durch Gleichstellungsbürokratien,

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Genderstudies und feministische Gruppen, die Männer als Täter abstempeln und so eine
Entweder-Oder-Polarität am Leben erhalten wollen. Viele zögern deshalb, ihre
Forschungsergebnisse zu veröffentlichen. Nicht wenige verzichten gänzlich darauf, in dem
politisch verminten Gelände zu forschen. Vor allem das linke Parteienspektrum kämpft
hartnäckig dafür, den Stand der internationalen Forschung aus den Medien und den
öffentlich-rechtlichen Anstalten des Fernsehens herauszuhalten. Wer sich dem nicht beugt,
läuft Gefahr „Phobiker“, „Populist“, „Anti-Feminist“ oder „Frauenhasser“ genannt zu werden.
An der Goethe-Universität hat die Verteuflung des Kongresses damit begonnen, dass das
Präsidium Fake News in peinlicher Realitätsferne aufgesessen ist. Die mangelhafte
Überprüfung der Bezichtigungen und Anfeindungen des wissenschaftlichen Leiters Prof.
Amendt durch die Uni hat wie ein Brandbeschleuniger für seine Kritiker gewirkt. Emotionale
Befindlichkeitsstörungen von Minderheiten verwandelten sich deshalb in politische
Störaktionen. Ein Fehlalarm verzögerte die Eröffnung des Kongresses. Wegen eines weiteren
musste das Kongresshotel abends geräumt werden. Halbwegs ungestört konnte der Kongress
nur fortgeführt werden, weil Polizei und Sicherheitsdienste ihn drei Tage lang schützten.
Letztlich haben nahezu alle Medien von Merkurist, Frankfurter Rundschau, hessenschau bis
hin zu der Fraktion der Grünen im Römer Unterlassungserklärungen abgegeben oder eine
einstweilige Verfügung der Pressekammer des Landgerichts Frankfurt am Main hinnehmen
müssen und diese als endgültige Regelung akzeptiert. Als letzter hat der Lesben- und
Schwulenverband Deutschland (LSVD), Hessen, ein Urteil wegen Verletzungen von
Persönlichkeitsrechten von Prof. Dr. Amendt kassiert, der dadurch rehabilitiert wurde. Alle
Behauptungen waren ungeprüfte Unterstellungen und Schmähungen, die seine
Persönlichkeitsrechte verletzten. Der mediale Aufstand im Vorfeld des Kongresses war ein
Armutszeugnis für die Journalistik und die Goethe-Universität.
Die Goethe-Universität ist einem Urteil allein deshalb entgangen, weil sie die Diffamierungen
nicht ausdrücklich übernommen hat. Das Schreiben des Justitiariats ist jedoch nur
nachvollziehbar, weil die Unterstellungen für zutreffend gehalten wurden. Die Präsidentin hat
sich zu Eigen gemacht, was sich zu Störaktionen und Verunglimpfung des Kongressleiters und
der Referenten verdichtet hat. Sie hat Populismus Tür und Tor geöffnet.
Damit wurde nicht nur der weit verbreiteten Diskussionsunwilligkeit unter Vielfaltgruppen
Auftrieb verliehen. Sie verstärkte auch deren Befürchtungen, dass ihre sexuelle Identität
durch Zwangstherapie in Frage gestellt werden solle. Ein beunruhigender Gedanke für
Personen, deren Kernidentität ganz wesentlich von sexuellem Verhalten geprägt wird.
Unter dieser dumpfen Glocke der Irrationalität, die nach Schuldigen und zu Bestrafenden
suchte, konnte es niemand überraschen, dass sich darunter auch antisemitische Reaktionen
befanden. Sie sollten Ängste in den sexuellen Vielfaltgruppen beschwichtigen. Das IGFarbengebäude als Verwaltungsort der Zyklon-B-Herstellung für die Menschenvernichtung in

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Konzentrationslagern und heutiger Bestandteil der Goethe-Universität verschmilzt mit
Schutzerwartungen von sexuellen Minderheiten vor Diskriminierung durch das Präsidium.
Wie immer motiviert, heißt es auf einmal überraschend in einem Email Thread:

„Die Referenten des Kongresses sind zu einem großen Teil Juden
(mindestens Amendt, Dekel und Winstock)“
Diese irrlichternde Suche nach Schuldigen wäre erst gar nicht aufgetreten, wenn die
Universität sich rational, eben aufklärend, verhalten hätte. Das war ein schwerwiegendes
Versäumnis. Zumal es als eine willfährige Beipflichtung zur Phantasiewelt der Subkulturen
aufgefasst werden konnte. Das Antisemitische war auf ein begünstigendes Milieu gestoßen.
Das ist umso erschreckender als eine Universität, die ohne rationales Verhalten nicht
auskommt, ja, deren Rationalität die Basis ihrer Legitimation und Produktivität ausmacht, sich
dieser Fähigkeit zum Einwirken auf irrationale Reaktionen begibt. Und sich stattdessen im
trüben Gemisch aus Nachlässigkeit, politischer Korrektheit wie seltsam anmutender
Solidaritäten bewegt. Aber Präsidentin Wolf ließ es dabei nicht bewenden. Mehrere Monate
nach dem Kongress stellten sich Indizien ein, dass sie antisemitisches Zündeln vorsätzlich
betreibt, um Kritik an Genderstudies, Vielfaltpolitik und einigen Feminismusvarianten zu
unterbinden.
Drei Monate nach dem Kongress, am 16. Juli 2018, griff Wolf in ihrer Eigenschaft als
Präsidentin der Goethe-Universität Amendt in der Frankfurter Neue Presse nicht nur scharf,
sondern unflätig an. Sie stellte seinen Status als Wissenschaftler in Frage. Die Rede war von
„Stammtisch“ und „unzureichender Wissenschaft“. Unter Ausnutzung ihres
Präsidentenstatus versuchte sie seine Reputation zu zerstören.
Auffällig an diesem Interview war, dass es nicht mehr um Zeitungsenten wie Zwangstherapie
von Homosexuellen, also dem Auslöser des Medientsunamis, ging. Plötzlich standen die
zentralen Fragen des Kongresses im Mittelpunkt. Nämlich: wie häufig schlagen Frauen und
wie häufig Männer; wie kann die Wiederholung elterlicher Gewalt durch ihre Kinder
vermieden werden; welche traumatisierenden Folgen kann die Beobachtung elterlicher
Gewalt für Kinder nach sich ziehen? Und welche Methoden aus den USA oder Israel können
unsere Gesundheitspolitik effektiver gestalten? Solche, die Drehtürberatungen beenden und
durch evidenzbasierte Methoden ersetzen? Alles Fragen, deren Beantwortung darüber
entscheidet, ob nicht nur effiziente Hilfen für gewalttätige Partner angeboten werden kann,
sondern ob gegen Gewalt in Partnerschaften eine verantwortungsbewusste
Gesundheitspolitik entwickelt werden soll. Um diese Debatte weiterhin zu vereiteln, hat die
Präsidentin den Kongress mit einem Schlagwort abgetan: Stammtisch. Das ist bemerkenswert
mutig für jemanden, der am Kongress nicht teilgenommen hat und sich als

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Betriebswirtschaftler allenfalls auf Alltagswissen berufen kann oder auf die Berichterstattung
der von ihr eingesetzten Zensoren.
Aus welcher Quelle kommt nun das eigentümliche Engagement, mit dem sie die
Neutralitätspflicht einer öffentlich-rechtlichen Einrichtung grob und vorsätzlich verletzt?
Offensichtlich ist sie in die Rolle der Sprecherin derjenigen gerückt, die den
gesellschaftspolitisch bedeutsamen Konflikt von Gewalt in Partnerschaften und Familien
verleugnen wollen. Eben jener, die eine wissenschaftlich fundierte Darstellung zu
partnerschaftlicher Gewalt nicht zulassen wollen. Dazu zählt maßgeblich das
Bundesfamilienministerium (BMFSFJ), das als einziger Finanzier von Forschungsprojekten
Institute und deren Arbeitsbereiche kontrolliert. Dazu zählt das Robert-Koch Institut, das
Deutsche Jugendinstitut, Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung mit fast
16000 Beratungsstellen (DAJEB), die meisten Genderstudies-Institute und nicht wenige
Frauenhäuser, etc. Dort wird die symmetrisch verteilte Gewalt als empirisch gesicherte Basis
für präventive und heilende Interventionen abgelehnt. Stattdessen wird sie
eigentümlicherweise als Angriff auf Frauen und als Schuldzuweisung erlebt. Der Preis für die
Realitätsverleugnung ist hoch, denn sie trägt zur Minderung von Gewalttätigkeit nichts bei.
Vielmehr fördern sie letztlich deren intergenerationelle Weitergabe. Männern wie Frauen
werden Hilfe vorenthalten, mit denen sie sich und ihren Kindern die zerrüttende Erfahrung
von Gewaltepisoden ersparen könnten.
Der Kongress stand für den Durchbruch wichtiger Forschungserkenntnisse, die
Gesundheitspolitik effektiver gestalten können. Dabei ging es nicht nur um
Forschungsergebnisse und neue Methoden der Intervention. Der Kongress hat nebenbei die
Ideologie und den politischen Entwurf einer nach dem Geschlecht polarisierten Gesellschaft
in Frage gestellt.
Als Alternative zum vorherrschenden Polarisierungsmodell eröffnen sich hingegen die
Beziehungen von Männern und Frauen als Forschungsfeld und als Feld hilfreicher
Interventionen. Diese Alternative zu unterdrücken, fällt vor allem den genannten
Organisationen zunehmend schwerer. Das gibt den Blick frei auf deren begrenzte Relevanz
für die Organisation von Geschlechterbeziehungen. Langfristig lassen sich aber
Forschungsergebnisse nicht unterdrücken. Kritischen Argumenten mit Vorwürfen wie
Homophobie, oder – wie die Präsidentin – mit dem Vergleich von „Antisemitismus und
Rassismus“ entgegenzutreten, vermag die hereinbrechende Aufklärung nicht zu verhindern.
Allenfalls zu verzögern. In diesem Sinne ist Wolf aktiv.
Offenbar soll das vorherrschende Verständnis am Leben erhalten bleiben, nach dem
Geschlechterbeziehungen von einer unaufhebbaren Polarisierung geprägt seien. Danach
stünden Männer und Frauen sich feindselig gegenüber wie weiland Arbeit und Kapital. Quasi
in struktureller Feindschaft unauflösbar miteinander und zugleich aneinander gebunden. Für
die Zementierung dieser Polarisierungsideologie wird mit allen Mitteln gekämpft.

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Versöhnende Konfliktlösung wird mehr oder weniger für aussichtslos erklärt. Helfen könne
allein der starke Staat.
Letztendlich wird damit die Wirklichkeit der Beziehungen als konfliktreiche Gemeinsamkeit,
in denen Männer wie Frauen ihre Konflikte lösen, als beängstigend und unerwünscht erlebt.
Das steht der bundesministeriellen Propaganda von weiblicher Opferidentität im Wege. Die
Wirklichkeit einer konfliktreichen aber letztlich versöhnbaren Beziehungswelt verhindert es
auch, dass Frauen sich erfolgreich in den Zustand der Opferverliebtheit treiben lassen. Was
die Voraussetzung dafür wäre, dass Frauen sich parteipolitisch als neue Wählergruppe
mobilisieren lassen.
Mit ihrem diffamierenden Rundumschlag lenkt die Präsidentin von alltäglichen Konflikten
zwischen Männern und Frauen ab. Sie sichert damit dem bröckelnden Opfermodell das
Überleben.
Welche Indizien sprechen für eine solche Politik?
So unterstellt die Präsidentin der Goethe-Universität in der Frankfurter Neue Presse (FNP)
Prof. Amendt nicht nur „unzureichende Wissenschaft“ und „Stammtischniveau“. Obendrein
erweckt sie den Eindruck, dass er die Goethe-Universität zur Verbreitung rassistischer oder
antisemitischer Positionen missbraucht habe. Das ist wagemutig. Doch sie scheint sich darauf
zu verlassen, dass ihr für diese Denunziation sowohl aus der Goethe- wie auch aus anderen
Universitäten kein Gegenwind entgegenschlägt. Denn wer wird diesem ungeheuerlichen
Vorwurf von Antisemitismus und Rassismus widersprechen wollen? Nicht nur weil sie
Präsidentin ist, sondern weil der Bezichtigte sich dem Verdacht aussetzt, die Grauen des
Nationalsozialismus verleugnen zu wollen. Ihre Kühnheit bezieht Selbstgewissheit daraus,
dass sie das Schweigen der Professorenschaft voraussetzt und mit Zustimmung verwechselt.
Es entsteht der Eindruck, dass Prof. Wolf als Präsidentin der Goethe-Universität den
Antisemitismusvorwurf dazu verwenden wollte, um die genderfeministische Polarisierung
der Gesellschaft vor massiver Kritik zu schützen. Dieser Instrumentalisierungsversuch ist nicht
neu. So könnte ihr z. B. der ASTA der Universität Trier als Vorbild gedient haben. Der hat 2011
in vergleichbarer Weise ein Fellowship für den international anerkannten Militärhistoriker
Prof. Martin van Creveld blockiert, weil dessen Thesen – The Privileged Sex, 2013 – über die
Beziehungen von Frauen zu Männern in Kriegszeiten nicht der Einstellung des ASTAs
entsprach. Auch damals war das Argument: van Creveld sei Antisemit und anti-israelisch. Die
Tatsache, dass van Creveld Jude ist und in Israel lebt, offenbart die Scheinheiligkeit dieses
Generalvorwurfs. Somit kann man die Universität Trier und dessen damaliger ASTA als
seltsame Weggefährten der Präsidentin Wolf betrachten.
Prof. Dr. Amendt prüft derzeit im Hinblick auf die Äußerungen von Präsidentin Wolf in der
FNP die Einleitung einer Klage gegen die Universität Frankfurt am Main, weil die Äußerungen

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der Präsidentin die Grenzen der Neutralitätspflicht einer Universität überschreiten und seine
Persönlichkeitsrechte grob verletzten könnten.
Der Text kann vollständig, unter Angabe der Quelle und einschließlich der Links,
weitergegeben werden.

Kongressleitung: Gerhard Amendt
Kongressorganisation: Tom Todd
Kontakt: presse@gewaltkongress.de
ViSdP: Dr. Andrej Bockelmann, Landgraf-Philipp-Str. 4, 35510 Butzbach

(Vollständige) Quelle:

Pressemitteilung: Gesinnungskontrolle und Denunziation an der Universität Frankfurt

Kommentar GB:

Enrico Schleiff neuer Präsident der Goethe-Uni