Daniel Cohn-Bendit über Antisemitismus

Antisemitismus-Debatte

Das ist eine israelische AfD

  • vonBascha Mika

Ein Gespräch mit Daniel Cohn-Bendit über Boykott-Aufrufe gegen Israel, jüdische Identität, den Rechtspopulismus im Land und die Hoffnung auf Zivilisierung der Aggressionen.

  • Das Verbot von Veranstaltungen der Bewegung „Boycott, Divestment and Sanctions“ (BDS) ist irrsinnig.
  • Nicht alle BDS-Leute haben automatisch einen Hang zum Antisemitismus.
  • Es muss eine Lösung gefunden werden, die Israelis und Palästinenser gemeinsam formulieren.

https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/beim-stigma-antisemitismus-hoert-die-auseinandersetzung-auf-90023800.html

Kommentar GB:

„Es muss eine Lösung gefunden werden, die Israelis und Palästinenser gemeinsam formulieren.“

Ach ja, muss sie das? Aber: kann sie das? Ist ein okzidentalem Denken naheliegender Kompromiß (z. B. im Sinne einer Zwei-Staaten-Lösung?) angesichts des Korans und der muslimischen Geschichte überhaupt möglich?

Wenn ja, warum wurde er nicht längst realisiert, und wenn nein, was bedeutet dann das?

Differenzierung ist immer gut. Selbst in der NSDAP waren keineswegs alle Judenhasser: Oskar Schindler zum Beispiel. Einige vergleichbare Leute gibt es womöglich auch in der BDS-Bewegung, der Neuauflage von: „Kauft nicht bei Juden!“ Das mag schon sein. Aber was ändert das?

Daniel Cohn-Bendit will m. E. den unterschwelligen und offenen Antisemitismus bzw. Judenhaß nicht wahrhaben, und das kann ich verstehen. Aber er irrt sich leider mit seinem Bagatellisierungsversuch.

Zum Thema Judenhaß, BDS, Islamophilie usw. siehe:

Erklärung