Die Demokratie in den Zeiten des Feminismus

Die Demokratie in den Zeiten des Feminismus

Einstiegslektüre:

* Die Demokratie in den Zeiten des Feminismus
* MRAs vs. PUAs vs. MGTOWsSitemap Stichwortverzeichnis

Hauptthemen:

* Feminismus und feministische Politik
* Maskulismus
* Gender-Studies und feministische Theorie
* Feministische Rhetorik und Kampfbegriffe
* Medien und feministische Propaganda

 

„Gender-Studies

Inhaltsübersicht

Gender Studies – Zusammenfassung

Gender Studies – Einführung

Gender Studies – Kritik, Protektion und Debatten

Die (Un-) Wissenschaftlichkeit feministischer Gender Studies

Fragen und Antworten

Gender Studies – Zusammenfassung
Zusammenfassung

Die „Gender Studies“ sind seit Jahren ein heftig umstrittenes Thema, zugleich einer der unklarsten Begriffe in der Geschlechterdebatte. Die Selbstdarstellungen der Gender Studies sind widersprüchlich und verwirrend:

  • Einerseits wird ein wissenschaftlicher Anspruch formuliert, Geschlechterdifferenzen, „Geschlechterverhältnisse“ oder Diskriminierungen (fast ausschließlich von Frauen) zu erforschen.
  • Andererseits wird ein politischer Anspruch im Sinne einer angewandten Wissenschaft formuliert und in der Realität auch praktiziert, die vorgegebene feministische Ideologie praktisch umzusetzen und die Gesellschaft nach den eigenen Wünschen zu verändern („Sozialingenieure“). Ein typisches Ziel ist, die postulierte „Geschlechterhierarchie“, in der „die Frauen“ durch „die Männer“ unterdrückt werden, zu bekämpfen, oft mit Bezug auf politische Machtstrukturen wie die Gender Mainstreaming-Doktrin.

1. Hauptkritikpunkt: personelle, strukturelle und inhaltliche Verzahnung mit der feministischen Ideologie

Ein erster Hauptkritikpunkt an den Gender Studies hängt direkt mit dem politischen Anspruch bzw. Aktivismus der Gender Studies zusammen: die „Gender Studies“ sind de facto untrennbar personell, strukturell und inhaltlich verzahnt mit dem institutionalisierten Feminismus, den feministischen Parteien und deren Ideologie. Kritikpunkte im einzelnen sind:

  • die personelle Verflechtung von politischem Aktivismus und (angeblicher) wissenschaftlicher Forschung, insb. die aktive Verbreitung feministischer Propaganda durch Genderforscherinnen, die hochumstrittene soziologische Theorien über das Geschlechterverhältnis als wissenschaftlich gesicherte, zuverlässige Erkenntnisse darstellen,
  • die institutionelle Verflechtung mit feministischen Think Tanks, die über parteinahe Stiftungen finanziert werden,
  • der massive Einfluß feministischer Parteien bzw. Machtstrukturen auf die personelle Besetzung, die Inhalte und Arbeitsweisen der Gender Studies, auch an Universitäten bzw. Fachhochschulen.

2. Hauptkritikpunkt: fehlende thematische und methodische Eingrenzung als Wissenschaft

Die personelle, strukturelle und inhaltliche Verzahnung mit der feministischen Ideologie bzw. Politik wird von Befürwortern der Gender Studies regelmäßig vehement bestritten, üblicherweise mit dem Scheinargument, die echten Gender Studies seien nur solche Forschungen, die frei von ideologischen Einflüssen seien. Inhaltlich sind diese ideologiefreien Anteile sehr schwer einzugrenzen, diskurstechnisch werden die Grenzen zwischen „echten“ und „unechten“ Anteilen von Befürwortern der Gender Studies systematisch verwischt.Ein zweiter Hauptkritikpunkt an den Gender Studies besteht darin, einerseits eine Wissenschaft sein zu wollen, andererseits seine Themen und Methoden (bzw. Wissenschaftstheorien) nicht eingrenzen zu können oder zu wollen und diesbezüglich ein systematisches Versteckspiel zu betreiben.

Seriöse Forschung, die sich mit Männern, Frauen. deren Unterschieden und Geschlechterfragen i.a. befaßt, gab es schon immer in großem Umfang, namentlich in der Biologie (inkl. Medizin) und der Soziologie. Die Gynäkologie ist ein Beispiel für ein ganzes geschlechtsspezifisches Wissenschaftsgebiet und einen zugehörigen Beruf. Diese klassischen geschlechtsbezogenen Forschungen verteilen sich über alle großen Wissenschaftsgebiete, wurden und werden aber nicht als Gender Studies bezeichnet. Sie bilden keine homogene, eigene Wissenschaftsdisziplin, da die Forschungsthemen und -Methoden praktisch keine Gemeinsamkeiten aufweisen. Beispielsweise haben Stoffwechselprozesse in weiblichen Körperzellen nichts gemein mit der Frauendarstellung in der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts.

In den Debatten reklamieren die Befürworter der Gender Studies oft die Zuständigkeit für alle erdenklichen Phänomene, in denen Frauen oder Geschlechterunterschiede vorkommen. Damit wären u.a. praktisch die komplette Soziologie, Psychologie, Medizin, Literaturwissenschaft und viele andere Gebiete Unterabteilungen der Gender Studies. Zwischen diesem Anspruch und der Wirklichkeit klafft eine enorme Lücke, alleine aufgrund der fehlenden fachlichen Qualifikation der vorhandenen Gender-Lehrstühle. Der „wissenschaftliche Beitrag“ besteht regelmäßig nur darin, der vorhandenen Forschung mantraartig vorzuwerfen, sie sei männerzentriert, würde die Sichtweisen von Frauen nicht berücksichtigen oder sei aufgrund patriarchaler Strukturen verfälscht. Hier wird die Rolle eines Verbraucherschutzvereins eingenommen, der Produkte kritisiert, ohne es selber besser machen zu können. Wissenschaftskritik ist legitim, aber selber i.a. keine Wissenschaft.

 

3. Hauptkritikpunkt: Übernahme wissenschaftlich unhaltbarer feministischer Dogmen und Wissenschaftstheorien

Eingrenzen kann man die uferlose potentielle Themenvielfalt auf die real existierenden Gender Studies über offizielle Quellen wie die Fachgebiete (Denominationen) der Gender-Lehrstühle, Inhaltsbeschreibungen von Gender-Studiengängen, Themen von Forschungsprojekten und Inhalte von verbreiteten Lehrbüchern und Nachschlagewerken. Ein weiterer Hauptkritikbereich ist, daß die real existierenden Gender Studies entgegen ihrem Anspruch in wesentlichen Aspekten nicht wissenschaftlich sind. Gründe für diese Kritik sind:

  • die Verwendung hochumstrittener feministischer Dogmen als „wissenschaftliche“ Grundlage, namentlich die strikte Negierung relevanter biologischer Einflüsse auf das Sozialverhalten, für die die Biologie und die Neurowissenschaften seit rund 20 Jahren überzeugende Belege liefern,
  • die systematische Leugnung bzw. Nichtbeachtung einer männlichen Perspektive bei psychologischen oder sozialen Themen,
  • der Anspruch, eine weiblich geprägte Gegenwissenschaft gegen die existierenden Wissenschaften zu sein („Women’s Studies“) und nach Belieben unerwünschte Erkenntnisse, insb. auch wissenschaftliche Kritik, ignorieren zu können,
  • die verwendeten Methoden und Wissenschaftstheorien, z.B. die feministische Standpunkttheorie, die außerhalb der Gender Studies nicht als wissenschaftlich anerkannt sind.

Die Gender Studies stehen daher im Ruf, eine reine Zweckwissenschaft zu sein und lediglich pseudowissenschaftliche Begründungen für konkrete feministische Politik zu liefern, z.B. bei der Sexualerziehung oder beim Entzug von Grundrechten von Männern im Rahmen von Frauenquoten.

Gesellschaftliche Relevanz der Kritik an den Gender Studies

Die Schärfe der Debatte um die Gender Studies erklärt sich weitgehend durch die kritiklose Übernahme feministischer Dogmen, den politischen Anspruch der Gender Studies und die faktische Finanzierung von feministischen Aktivisten und Funktionären aus Mitteln der Universitäten. Die Kritik an den Gender Studies ist im Kern eine Kritik an der herrschenden feministischen Politik bzw. Ideologie, vergleichbar mit der Kritik am Kreationismus in den USA.Globale vs. individuelle Kritik an den Gender Studies

In diesem Text werden die Gender Studies als gesamtgesellschaftliches Phänomen kritisiert. Diese globale Kritik kann nicht pauschal auf jede einzelne Aktivität oder Äußerung, die irgendwie als Teil der Gender Studies etikettiert wird, übertragen werden. Individuelle Aktivitäten oder Äußerungen müssen indivuduell beurteilt werden.“ (…)

Quelle:

https://maninthmiddle.blogspot.com/p/gender-studies.html#fem_gs_wiss_ue