FreitagsbriefMedienspiegel

  Herzschäden nach Corona-Infektion: Nichts wirklich Neues

14. August 2020

Hartmut Krauss

Eine Studie der Frankfurter Uni-Klinik konnte bei ehemaligen Corona-Patienten entzündliche Veränderungen des Herzens sowie bei manchen eine aktive Entzündung des Herzmuskels nachweisen. Das ist „an und für sich“ und auf den ersten Blick  betrachtet eine durchaus relevante medizinische Erkenntnis.

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurter-studie-herzschaeden-nach-corona-infektion-16899160.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Diese Erkenntnis schlägt aber in ideologische Manipulation um, wenn man sie als Beleg für die „außergewöhnliche Gefährlichkeit“ des Corona-Virus  sowie als pauschales Alibi für die Rechtfertigung der vergleichsweise unverhältnismäßigen regierungsamtlichen Corona-Maßnahmen (plus medialer Corona-Dauerpropaganda) instrumentalisiert. Einmal mehr wird hier verdrängt bzw. bewusst ausgeblendet, dass es sich nicht um eine „coronaspezifische“ Gefährlichkeit handelt, sondern die entsprechenden herzmuskulären Beschwerden längst im Folgekontext von Influenzaviren und leichten Erkältungskrankheiten  nachgewiesen wurden.

 

In einer Studie des Robert Bosch Krankenhaus in Stuttgart von 2012 untersuchten die Ärzte über fünf Jahre hinweg regelmäßig mehr als 200 Patienten, die anfangs nachweislich eine Myokarditis aufwiesen. Bei nahezu 20 Prozent der Studienteilnehmer führte die Herzmuskelentzündung innerhalb von fünf Jahren zum Tod, darunter verstarben knapp zehn Prozent an plötzlichem Herztod. „In vielen Fällen ist eine Herzmuskelentzündung die Folge einer vermeintlich banalen Erkältung – wird der geschwächte Körper zu früh wieder belastet, kann dies sprichwörtlich aufs Herz schlagen.“

https://www.rbk.de/service/presse/pressemeldung/article/bei-herzmuskelentzuendung-kann-die-richtige-diagnostik-risiken-vorbeugen.html

 

Lange vor „Corona war also Folgendes bekannt:

„Beruf und Sport trotz Infekt sind die größten Risikofaktoren

Das Risiko, dass die Krankheitserreger den Herzmuskel, aber auch die Herzgefäße angreifen, ist vor allem dann groß, wenn dem Körper keine Ruhe gegönnt wird, den Infekt zu bekämpfen. Wer also trotz Schnupfen und Husten sich dem Stress in der Arbeit aussetzt oder Sport treibt, gefährdet sein Herz. (…)

Tatsache ist, dass in Deutschland rund drei Millionen Menschen mit Herzinsuffizienz leben und die Herzschwäche ihnen viele Lebensjahre raubt. Zusätzlich werden pro Jahr mehr als 65.000 Fälle von plötzlichem Herztod registriert. Viele dieser Betroffenen könnten noch gesund sein und leben, wenn Sie die Anzeichen der Herzmuskelentzündung erkannt hätten und zum Arzt gegangen wären.“

https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/herz/oft-unerkannte-anzeichen-doch-gefaehrliche-folgen-herzmuskelentzuendung-nach-erkaeltung-oder-grippe-ernst-nehmen_id_7922947.html

Siehe auch:

https://www.dgi-net.de/influenzaviren-gefaehrden-herzpatienten-ueberlebensvorteil-durch-grippeimpfung/