Josef Kraus: DER NEUE SARRAZIN

„Mit der Präzision eines Kalenders veröffentlicht Thilo Sarrazin seit 2010 alle zwei Jahre ein neues Buch. Zum millionenfach nachgefragten Bestsellerautor war er 2010 mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ geworden. Kanzlerin Merkel hatte damals die offenbar für die brave Mainstream-Presse gedachte Lesart vorgegeben: Sie nehme dieses Buch nicht in die Hand, es sei nicht „hilfreich“. Merkel hätte das 2010er Sarrazin-Buch aber doch ebenso wie die SPD lesen sollen, dann wäre Deutschland nicht in ein Migrationsdesaster und die SPD nicht auf Wahl- und Umfrageergebnisse weit unter 20 Prozent, im Osten der Republik gar unter 10 Prozent gestürzt.

Nun legt Thilo Sarrazin, vormals Berlins Finanzsenator, dann Bundesbanker, ganz aktuell geschaßtes SPD-Mitglied, nach. Exakt am 31. August 2020 kommt sein neues Buch auf den Markt. Es trägt den Titel

„Der Staat an seinen Grenzen.

Über Wirkung von Einwanderung in Geschichte und Gegenwart.“

31. August – da war doch was? Ja, es gab den 31. August 2015. Das ist der Tag, an dem Merkel angesichts anschwellender Flüchtlingszahlen den Spruch tat: „Wir schaffen das!“ Es folgte am 4./5. September 2015 die totale Grenzöffnung – eine einsame Merkel-Entscheidung, die unter den renommiertesten Verfassungsrechtlern heute noch als „Herrschaft des Unrechts“ gilt. Trotzig und patzig schob Merkel bei einer Pressekonferenz am 15. September 2015 hinterher: „Ich muß ganz ehrlich sagen, wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, daß wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“ Und noch heute hält sie an ihrer naiv-humanitaristischen Ideologie fest. Den Triumpf der Gesinnung über die Urteilskraft hat Hermann Lübbe so etwas einmal genannt.“ (…)

https://www.tumult-magazine.net/post/josef-kraus-der-neue-sarrazin

und

Sarrazin über die Grenzen des Staates in Zeiten der Migration