Osnabrücker Streit um den Islam

Das bipolare Irrenhaus auf niedrigstem Niveau (II)

30. 8. 2020

„Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ hat in ihrer Wochenendausgabe vom 29. August überraschenderweise diesen Text von mir als Leserbrief (ohne Titel und Weglassung des abschließenden Satzes) veröffentlicht. Zudem zwei kürzere Leserbriefe von Christinnen , die  das Schild an der Moschee mit der besagten Aufschrift ebenfalls kritisieren, sowie einen weiteren Leserbrief von Osnabrücks Chefislamapologeten  Reinhold Mokrosch (Runder Tisch der Religionen https://www.osnabrueck.de/friedenskultur/kultur-des-friedens/die-welt-der-religionen/runder-tisch-der-religionen-in-osnabrueck/, der in üblicher Manier unter Berufung auf zwei islamische Professoren einfach argumentationslos behauptet: Das Bekenntnis sei keinesfalls absolutistisch, totalitär und abgrenzend gemeint.

(Mokrosch ist der Prototyp des gutgläubig-gutmenschlichen, von der Feindesliebe „durchseelten“ Dialogchristen, der für die Taqiyya-Spezialisten leichteste Beute ist.)

Was von diesen Osnabrücker Islamprofessoren und ihren defensiv-taktischen oder besser: verlogen-beliebigen „Interpretationsausflüchten“ zu halten ist, hatte ich hier bereits einmal am Beispiel von Bülent Ucar umrissen:

https://hintergrund-verlag.de/analyse-der-islamischen-herrschaftskultur/ehrenmorde-haben-sehr-wohl-mit-dem-islam-zu-tun/

„Die Behauptung, „Ehrenmorde haben nichts mit Islam zu tun“, ist in ihrer Realitätswidrigkeit absurd und für den Ruf eines Islamwissenschaftlers im Range eines Institutsleiters im Grunde desaströs. Genauso gut könnte man auch die These aufstellen, die nationalsozialistische Ideologie habe nichts mit dem Holocaust zu tun, denn in „Mein Kampf“ stehe darüber kein Wort, und zudem habe es Antisemitismus auch schon vor den Nazis und außerhalb der NSDAP gegeben.“

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Hartmut Krauss
Donnerstag, 20. August 2020 17:05
Osnabrücker Streit um den Islam. Das bipolare Irrenhaus auf niedrigstem Niveau (I)

Nach der Affäre um den Muezzinruf nun erneut:

Osnabrücker Streit um den Islam (Siehe Anhang)

Das bipolare Irrenhaus auf niedrigstem Niveau

Es gibt, gerade für fortschrittlich-demokratische Bürgerinnen und Bürger, die den Prinzipien und  Werten der Aufklärung folgen, ein ganzes Füllhorn guter Gründe, gegenüber der monotheistischen Weltanschauung des Islam eine kritische Position einzunehmen. So widersprechen wesentliche dogmatische Grundinhalte und Normen des Islam einer säkular-menschenrechtlichen Lebensordnung und es ist durchaus davon auszugehen, dass ein relevanter Teil der Islamgläubigen diesen widersprechenden Grundsätzen und Normen subjektiv folgt. Auch die anmaßende Bekenntnisformel: „Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist sein Gesandter“ darf nicht nur, sondern sollte sowohl von christlicher und jüdischer als auch insbesondere von religionsfrei-humanistischer Seite kritisiert und zurückgewiesen werden.

Was die AfD betrifft, so nutzt diese zunehmend in sich gespaltene und unsäglich zerstrittene Partei den ihr von den etablierten proislamischen Konkurrenzparteien angebotenen freien Platz und geriert sich als parlamentarische Alleinvertretung islamkritischer Stimmen. De facto aber hat die AfD lediglich einige Versatzstücke kritischer Islamanalyse übernommen, die bereits lange vor ihrer Gründung vorlagen, diese „populistisch“ verkürzt, in ihren rechtskonservativen bis rechtsextremen weltanschaulich-politischen Boden umgepflanzt und damit auf eine Weise entstellt, dass die politisch-medialen Akteure der Islamapologetik nun leichteres Spiel haben, Kritik am orthodox-dogmatischen Islam sowie der Migrationspolitik pauschal als „rechts“ etc. zu diffamieren.

Die primitive Islamapologetik ihrerseits, der die AfD in die Hände spielt, verschanzt sich hinter dem missbräuchlichen Fetisch „Religionsfreiheit“. Motto: Welch‘ üblem Brauch, welch‘ übler Sitte, welch‘ übler Norm du auch folgst. Gib es als „religiös“ bzw. „gottgewollt“ aus und du hast deine unantastbare „Freiheit.“ Niemand darf dich kritisieren, niemand darf dich hindern. Tatsächlich aber gibt es keine Höherrangigkeit religiöser gegenüber nichtreligiösen Weltanschauungen und keine von beiden darf bei ihrer normativen Ausübung elementare Grund- und Menschenrechte negieren. Gerade für den Islam in seiner Eigenschaft als rigorose Gesetzesreligion gilt nun aber, dass die Befolgung der in wesentlichen Teilen grund- und menschenrechtswidrigen Handlungsvorschriften in allen Lebensbereichen als wahrer „Gottesdienst“ bzw. praktische Bezeugung von gotteskonformer Lebenstätigkeit gilt, die zum angeblichen Heil im Jenseits führt.

(Siehe hierzu den „Wiener Appell“ http://www.gam-online.de/text-Wiener%20Appell.html sowie folgende Texte: http://www.gam-online.de/text-Islam.Grundgesetz.html und http://www.gam-online.de/text-patriarchalischen%20Normenordnung.html)

Das hört man natürlich nicht gerne in einer Stadt, deren „Oberhäupter“ mit ihrer Islamophilie regelrecht kokettieren und in der ein Avicenna-Studienwerk residiert, dem aktuell in einer Artikelserie gerade massive Verstrickungen in radikalislamische Netzwerke nachgewiesen werden.

Siehe: https://www.facebook.com/1012593542084071/posts/3846390558704341/?extid=CZLCXrNaw8rGJPY6&d=n