Was nottut: Historische Bildung

Egon Flaig: „Wir erleben eine Kulturrevolution“

Der Althistoriker Egon Flaig erklärt im Interview, warum eine Entschädigung für die Sklaverei durch den Westen an afrikanische Staaten absurd wäre, weshalb er die Linke für reaktionär hält – und was das bedrohte Erbe der Aufklärung noch retten könnte.

(…)

Tichys Einblick: Ist Ihre Unterscheidung nicht zu scharf? Lässt sich die Sklaverei von den anderen Formen der Unfreiheit wirklich so säuberlich trennen?

Egon Flaig: Die Abschaffung der Sklaverei vollzog sich auf dem Globus innerhalb von etwa 150 Jahren. Diese Abolition hat sich immens ausgewirkt auf den Zusammenhang der verschiedenen Kulturen auf unserem Planeten. Denn weil die Sklaverei illegalisiert wurde, gerieten sämtliche andere Formen von Unfreiheit unter sehr großen Druck. Erst wenn man die diversen Formen von Unfreiheit in der Geschichte der vergangenen 3000 Jahre berücksichtigt, wird überhaupt erkennbar, was für ein ungeheurer Einschnitt im 19. Jahrhundert global erfolgte. Die Abolition war ein „Kulturbruch“, ich würde sagen: der Kulturbruch schlechthin.“ (…) (Hervorhebung GB)

Die Kolonisierung des arabischen Nordafrikas ist eine direkte Antwort auf die mehr als 300 Jahre währenden Kriegszüge der Barbaresken gegen die Küsten Spaniens, Südfrankreichs, Italiens. Es wird nicht mehr thematisiert, weil die islamischen Versklavungsrazzien ab 1840 zu einer folkloristischen Veranstaltung verharmlost wurden, etwa in Opern.“ (…) (Hervorhebung GB)

Egon Flaig: „Wir erleben eine Kulturrevolution“

Kommentar GB:

Ergänzend zu fragen und im Detail zu recherchieren wäre:

wer hat denn diese „postkolonial“ denominierten Stellen für Professoren wo, wann und warum eingerichtet? Das gilt entsprechend für alle „islamwissenschaftlichen“ Stellen, und ebenso für alle Stellen mit „Gender“-Bezug. 

Alle diese Stellen wären schnellstmöglich zu streichen.

Sehr, sehr dringende Leseempfehlung!