Das Abraham-Abkommen und ein sich wandelnder Naher Osten

„Hoffnung und Wandel“ – der leere Wahlkampfslogan des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama – wird dem, was vor unseren Augen geschieht, nicht gerecht.

Ob wir es Frieden oder Normalisierung nennen, ist nicht von Bedeutung: Die Abkommen, die heute zwischen Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain unterzeichnet werden, markieren zusammen mit der Zusicherung von US-Präsident Donald Trump einen historischen Übergang, der nicht nur die grossen Veränderungen innerhalb der arabischen Gesellschaften widerspiegelt, sondern auch alte Entwicklungen umkehrt und die Welt verändern kann.

von Fiamma Nirenstein

und

Ist es an der Zeit, den Tempelberg zu «normalisieren» ?

Es ist kein Zufall, dass das Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen zwischen dem Staat Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten „Abraham-Abkommen“ genannt wird. Der Patriarch, der sowohl dem Judentum als auch dem Islam gemeinsam ist, wird von beiden als Stammvater beider Religionen und Völker verehrt.

von Nave Dromi

sowie

Das Serbien-Kosovo-Abkommen ist ein Ergebnis des Israel-Vereinigte Arabische Emirate-Abkommens

Auf das von den USA vermittelte Normalisierungsabkommen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten folgte rasch ein ähnliches Abkommen zwischen Serbien und dem Kosovo sowie ein Abkommen zwischen Israel und Bahrain. Die Trump-Administration hat die Dynamik genutzt, um auf eine Reformierung von ehemals verfeindeten Beziehungen hinzuarbeiten. Die Wahrnehmung von Israel vs. Araber ändert sich rasch zu einer Wahrnehmung von Israel-Araber vs. Iran, und diese Dynamik wird weitere neue Bündnisse auf beiden Seiten schaffen.

von Dr. Edy Cohen und Dr. Frank Musmar